Aktualisiert 15.01.2019 05:31

Schweizer IslamistPlante Nicholas P. Anschläge in der Schweiz?

Laut unbestätigten Berichten bereitete ein in Marokko lebender Genfer Attacken in der Schweiz vor.

von
chk
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Mögliches Anschlagsziel: Gebäude des Bundesamts für Polizei in Bern.

Mögliches Anschlagsziel: Gebäude des Bundesamts für Polizei in Bern.

Keystone/AP/Peter Klaunzer
Der Genfer Kevin Z. wurde am 29. Dezember 2018 in Marrakesch festgenommen.

Der Genfer Kevin Z. wurde am 29. Dezember 2018 in Marrakesch festgenommen.

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Jetzt wurde auch in zweiter Genfer, Nicholas P., in Marokko festgenommen. Die beiden sollen ...

Jetzt wurde auch in zweiter Genfer, Nicholas P., in Marokko festgenommen. Die beiden sollen ...

AFP/-

Der in Marokko verhaftete Schweizer Nicholas P. soll intensive Kontakte zu zwei Bekannten bei der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) gepflegt haben. Wie die marokkanische Tageszeitung «Assabah» berichtet, stand der 32-jährige Genfer Konvertit in Verbindung mit dem ebenfalls aus Genf stammenden Daniel D., der als gefährlichster Schweizer beim IS gilt. Bei seinem zweiten IS-Kontaktmann soll es sich um einen Tunesier handeln, der in der Schweiz ebenfalls mit Daniel D. befreundet war.

Das Blatt schreibt sogar, dass Nicholas P. im Jahr 2016 von Daniel D. und einem weiteren Jihadisten in Syrien den Auftrag erhalten habe, Terroranschläge gegen vitale Ziele in der Schweiz auszuführen, wie der «Tages-Anzeiger» berichtet. Zu den avisierten Opfern sollen Beamte des Bundesamts für Polizei (Fedpol) und Finanzinstitutionen gehört haben. Nicholas P. lebte zu diesem Zeitpunkt noch in der Schweiz.

Bestätigt sind diese Informationen über die mutmasslichen Attentatsabsichten nicht. Fedpol, das in Kontakt steht mit den marokkanischen Polizeistellen, hat bisher nichts davon erfahren, wie eine Sprecherin auf Anfrage des «Tages-Anzeigers» erklärte. «Assabah» berichtet weiter, dass sich Nicholas P. auch mit dem Aufbau von Terrorzellen in Südostasien beschäftigt habe, nachdem sich die Anschlagspläne in der Schweiz zerschlagen hätten.

Die beiden Schweizer sind im Zuge der Grossfahndung nach den Hintermännern des Mordes an zwei skandinavischen Touristinnen verhaftet worden. Den beiden jungen Männern aus Genf werden Kontakte zum IS vorgeworfen. Nicht zur Last gelegt wird ihnen die Mittäterschaft bei der brutalen Bluttat im Atlasgebirge von Mitte Dezember.

Übernommen vom «Tages-Anzeiger», bearbeitet von 20 Minuten.

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