Zürich: Planung rund ums Globus-Provisorium dauert
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ZürichPlanung rund ums Globus-Provisorium dauert

Für die Neugestaltung des Globus-Provisoriums oder Papierwerd-Areals beim HB benötigt der Stadtrat mehr Zeit. Fast alle Parteien stimmten der Fristerstreckung zu.

Ein Eingriff am «offenen Herzen» der Stadt Zürich müsse eben äusserst sorgfältig geplant werden, begründete Stadtrat Filippo Leutenegger (FDP) das Fristerstreckungsgesuch im Parlament.

Das Gebiet sei sehr komplex und der Planungsaufwand hoch, führte Leutenegger am Mittwochabend im Parlament weiter aus. Er stellte für 2016 eine Machbarkeitsstudie in Aussicht. Danach soll ein Projektwettbewerb durchgeführt werden. Die GLP hatte in einer Motion einen offenen Platz auf dem Areal gefordert.

Ausser der SVP waren alle dafür

Voraussichtlich 2018/19 wird dem Gemeinderat eine kreditschaffende Weisung für das Projekt Papierwerd-Areal vorgelegt. Leutenegger rechnet dann mit «langen Diskussionen» im Rat.

Ausser der SVP stimmten alle Parteien der Fristerstreckung zu. Nach Ansicht des Sprechers der SVP gibt es keinen Grund, das Projekt immer zu verschieben. Der Wille des Parlaments sei dem Stadtrat ja schon länger bekannt.

Seit Jahren tauchen kreative Ideen auf

In der Tat hat das Globus-Provisorium eine über 50-jährige Geschichte hinter sich. Eigentlich war das 1961 eröffnete Provisorium auf fünf Jahre angelegt. Das Warenhaus Globus liess es bauen, um die Zeit zu überbrücken, bis der Neubau an der Pestalozziwiese fertig war.

Seit Jahrzehnten tauchen für die Nutzung des Areals auf der Limmat, des Papierwerd-Areals, immer wieder neue Ideen auf: Rathaus, Kongresshaus, Verkehrshaus oder Parkanlage wurden schon ins Gespräch gebracht.

Seit 1968 wird das ehemalige Globus-Provisorium jedoch als Coop-Filiale und für Büros der Stadtpolizei und Stadtverwaltung genutzt. Der Mietvertrag mit Coop läuft Ende 2015 aus und kann bis höchstens 2019 verlängert werden. (sda)

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