Aktualisiert 21.02.2014 09:36

VerpackungenPlastik und Co. vergiften Lebensmittel

Unser Essen und Trinken ist oft in Verpackungen oder Flaschen aus Plastik zu kaufen. Wissenschaftler warnen nun: So könnten gefährliche Chemikalien in die Nahrung gelangen.

von
lmm
Schokolade in Plastikverpackung: Eine Gefahr für die Gesundheit?

Schokolade in Plastikverpackung: Eine Gefahr für die Gesundheit?

Lebensmittel kommen bei Herstellung, Verpackung und Lagerung immer wieder mit synthetischen Chemikalien in Kontakt. So gelangen kleinste Teile davon über die Nahrungsaufnahme in den menschlichen Körper. Dies hat kurzfristig zwar keine negativen Auswirkungen, könnte langfristig der Gesundheit aber abträglich sein, warnen britische Wissenschaftler im «Journal of Epidemiology and Community Health».

Über 4000 Chemikalien werden laut ihrem Artikel in Verpackungen gebraucht, darunter das krebserregende Formaldehyd, das in vielen Plastikverpackungen und Flaschen verwendet wird, oder Phthalate, welche die Hormonproduktion stören. Das Problem sei, dass man noch sehr wenig über die langfristigen Auswirkungen dieser Stoffe wisse. Auch wie Ungeborene oder kleine Kinder darauf reagieren, sei unbekannt.

Flächendeckende Untersuchung

Da fast alle Lebensmittel in einer Verpackung stecken, seien sehr viele Konsumenten über eine sehr lange Zeitspanne betroffen. Deshalb fordern die Wissenschaftler, die unter anderen mit dem Food Packaging Forum in Zürich zusammenarbeiten, die Chemikalien flächendeckend zu erforschen. Vor allem deren Zusammhänge mit Krankheiten wie Fettleibigkeit, Diabetes oder Krebs sollten untersucht werden.

Doch dieser Alarmismus ruft auch Kritik hervor. «BBC News» zitiert Expertenmeinungen, wonach die Gefahr zum Beispiel von Formaldehyd masslos übertrieben werde; es sei auch in der Natur vorhanden und richte bestimmt keinen Schaden an in einer PET-Flasche.

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