Albanien und Ungarn - Plastikflaschen-Würfe und Polizei-Prügel – Fifa leitet Ermittlungen ein
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Albanien und UngarnPlastikflaschen-Würfe und Polizei-Prügel – Fifa leitet Ermittlungen ein

In der WM-Quali kam es am Dienstag in Tirana und in London zu Fan-Ausschreitungen. Die Fifa verurteilt die Zwischenfälle und leitet eine Ermittlung ein.

Hier werden die polnischen Spieler mit Plastikflaschen beworfen.

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Darum gehts

  • In zwei WM-Quali-Spielen kam es am Dienstagabend zu Fan-Ausschreitungen.

  • Polnische Spieler wurden in Albanien mit Plastikflaschen beworfen.

  • Im Londoner Wembley kam es zu Konflikten zwischen der Polizei und Ungarn-Fans.

In London sorgen Zusammenstösse zwischen Fans und der Polizei für Wirbel, in Tirana fliegen Plastikflaschen: Nach den WM-Quali-Spielen hat die Fifa einiges aufzuarbeiten. Vor allem den bereits vorbelasteten Ungarn dürften harte Konsequenzen drohen.

Krawalle zwischen Fans und der Polizei in London, Flaschenwürfe auf jubelnde Spieler in Tirana: Die WM-Quali-Spiele sind von Ausschreitungen überschattet worden. Die Fifa verurteilte die Vorkommnisse in England und Albanien am Mittwoch «auf das Schärfste» und leitete Ermittlungen ein. «Die Fifa hat eine ganz klare Null-Toleranz-Haltung gegenüber solch abscheulichem Verhalten im Fussball», teilte der Weltverband am Mittwoch mit.

Nächstes Geisterspiel für Ungarn?

In Tirana waren nach dem 1:0-Siegtreffer der Polen durch Karol Swiderski (77. Minute) Plastikflaschen in Richtung der jubelnden Spieler geflogen. Die Partie wurde für 20 Minuten unterbrochen. «Es wurde ein bisschen gefährlich», sagte Bayern-Torjäger Robert Lewandowski dem Sender TVP.

Beim 1:1 zwischen England und Ungarn in London waren Einsatzkräfte auf den Tribünen mit Gästefans aneinandergeraten. Kurz nach Beginn des Spiels hätten Beamte die Tribüne betreten, um einen Fan wegen eines rassistischen Vorfalls zu verhaften, hiess es von der Polizei. Daraufhin habe es Unruhen gegeben, an denen andere Zuschauerinnen und Zuschauer beteiligt waren.

Den Ungarn droht nun ein weiteres Geisterspiel. Weil im September in Budapest Fans englische Spieler unter anderem rassistisch beleidigten, hatte die Fifa Ungarn bereits mit einem Heimspiel in der WM-Qualifikation ohne Zuschauerinnen und Zuschauer bestraft. Sollten sich die Vorfälle wiederholen, drohe ein zweites Geisterspiel, hiess es damals. Vor dem Anpfiff hatten einzelne ungarische Fans gebuht, als die englischen Nationalspieler als Zeichen gegen Rassismus knieten.

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In Tirana wurden die polnischen Spieler beim Torjubel mit Flaschen beworfen.

In Tirana wurden die polnischen Spieler beim Torjubel mit Flaschen beworfen.

imago images/Newspix
Das Spiel wurde für rund 20 Minuten unterbrochen.

Das Spiel wurde für rund 20 Minuten unterbrochen.

AFP
Im Wembley kam es zu Ausschreitungen zwischen der Polizei und ungarischen Fans.

Im Wembley kam es zu Ausschreitungen zwischen der Polizei und ungarischen Fans.

Nick Potts/PA Wire/dpa

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(dpa/law)

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