«Platz für zwei Gratiszeitungen»
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«Platz für zwei Gratiszeitungen»

In der Deutschschweiz gebe es Platz für zwei Pendlerzeitungen, sagt Rolf Bollmann, Leiter Medien Zürich & Nordostschweiz bei Tamedia. Sein Konkurrent Sacha Wigdorovits ist überzeugt, dass «.ch» diese zweite Gratiszeitung sein wird.

In der neuesten Ausgabe der Zeitschrift «persönlich» sagte Bollmann, ehedem Mitgründer von «20 Minuten», es gebe in der Deutschschweiz nicht Platz für mehr als zwei Pendlerzeitungen. Sacha Wigdorovits, Verleger der neuen Gratiszeitung «.ch», zeigte sich gegenüber der Zeitschrift überzeugt, die dazu nötigen Marktanteile gewinnen zu können.

Seiner Ansicht nach finde momentan eine Segmentierung des Marktes statt, sagte Wigdorovits. Die jüngeren Leser nähmen am Bahnhof eher «20 Minuten» mit, während die älteren eher «.ch» lesen würden.

«News» schwächt «20 Minuten»

Wigdorovits zieht in Betracht, die Distributionswege von «.ch» anzupassen. Zuerst werde man aber prüfen, wieviele Zeitungen an den Stationen des öffentlichen Verkehrs und wieviele vor den Häusern zurückgenommen werden müssten.

Auf die am 5. Dezember startende neue Gratiszeitung «News», an der auch Tamedia beteiligt ist, freue er sich, sagte Wigdorovits. Diese werde nämlich «20 Minuten» schwächen.

Fusion als Chance

Bollmann äusserte sich auch zur Zukunft der bezahlten Zeitungen. Er glaube selbstverständlich an deren Wert - nur nicht in der heutigen Form, sagte er gegenüber «persönlich».

Aus dem Zusammenschluss der Tamedia und der Berner Espace Media Groupe etwa entstünden enorme Chancen. Wenn zum Beispiel der «Tages- Anzeiger» und die «Berner Zeitung» in der Redaktion und im Verlag die Synergien optimal nutzten, könne das Preis-Leistungs-Verhältnis beider Titel verbessert werden. (sda)

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