Aktualisiert 24.07.2018 12:22

Uneinigkeit beim FCZPlatzt der nächste Dwamena-Transfer?

Dem FCZ liegt ein schriftliches Angebot aus Spanien für Raphael Dwamena auf dem Tisch. Aber FCZ-Präsident Ancillo Canepa blockt ab.

von
ete
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Frust bei Raphael Dwamena. Der FCZ-Stürmer besteht den Medizincheck bei Brighton nicht und muss sich wieder dem FCZ anschliessen. Klappts jetzt mit dem nächsten Club?

Frust bei Raphael Dwamena. Der FCZ-Stürmer besteht den Medizincheck bei Brighton nicht und muss sich wieder dem FCZ anschliessen. Klappts jetzt mit dem nächsten Club?

Claudio de Capitani
Zürichs Präsident Ancillo Canepa wirft dem Premier-League-Aufsteiger im Fall Dwamena «Rufmord» vor.

Zürichs Präsident Ancillo Canepa wirft dem Premier-League-Aufsteiger im Fall Dwamena «Rufmord» vor.

Keystone/urs Flueeler
Am 21. August 2017 war die Welt noch in Ordnung. Nach nur sieben Monaten beim FCZ wird bekannt, dass Dwamena zum Premier-League-Aufsteiger Brighton & Hove Albion wechselt.

Am 21. August 2017 war die Welt noch in Ordnung. Nach nur sieben Monaten beim FCZ wird bekannt, dass Dwamena zum Premier-League-Aufsteiger Brighton & Hove Albion wechselt.

Keystone/Walter Bieri

Die Kaderplanungen der Schweizer Clubs sind weitgehend abgeschlossen. Das Transferfenster ist aber noch bis zum 31. August geöffnet. Deshalb sind die Vereine nicht dagegen gefeit, noch Spieler an ausländische Interessenten zu verlieren. Wie derzeit der FCZ mit Raphael Dwamena.

Wie 20 Minuten aus verlässlicher Quelle erfuhr, hat der FCZ ein schriftliches Angebot aus der Primera División für den Stürmer auf dem Tisch liegen. Es soll sich nach Recherchen um Espanyol Barcelona oder Levante handeln. Canepa soll den Wechsel aber abgeblockt haben. Sportchef Thomas Bickel bleibt bei seinen Antworten auf Nachfrage höflich unverbindlich. «Es freut uns, wenn Angebote für unsere Spieler da sind, das ist ein Teil unserer Strategie. Wir sind immer offen, wenn der Preis und die Liga stimmen», so der FCZ-Sportchef.

Doppeltes Desaster

Die Ablösesumme ist laut einer vertraulichen Quelle grosszügig, erreiche aber nicht annähernd die 15 Millionen Euro, die Brighton & Hove Albion im August 2017 für Dwamena bereit war auszugeben. Der Deal scheiterte bekanntlich, weil die Engländer Probleme beim Medizincheck vorschoben. «Zu Zahlen äussern wir uns generell nicht», so Bickel, «aber wir versuchen, immer lösungsorientiert an die Dinge heranzugehen.» Das Management von Dwamena wollte sich zum Thema nicht äussern.

Für Dwamena ist die Situation doppelt bitter. Nach dem geplatzten Wechsel in die Premier League scheint der nächste Transfer zu scheitern. Ob und in welchem Ausmass die Saison des 22-jährigen Ghanaers darunter leidet, ist offen. Fakt ist, dass er nach der Absage von Brighton lange nicht zu seiner Bestform zurückfand. Beim 2:1-Sieg des FCZ im Startspiel am Sonntag gegen den FC Thun schmorte Dwamena 85 Minuten lang auf der Bank.

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