«Playboy: The Mansion»: Hefners heisse Häschen
Möchtegern-Playboys aufgepasst: Der Traum von einem Harem voller ausziehwilliger Mädchen wird wahr – und macht angesichts der nackten Tatsachen schlapp.
Mal ehrlich: Welcher Mann hat nicht schon gewünscht, in der Haut von Hugh Hefner zu stecken? Der «Playboy»-Tycoon nennt nämlich sein Eigen, wovon Otto Normalverbraucher nur träumen kann: einen Haufen Geld, eine Traumvilla und ein Stall voller Playboy-Bunnys – eins hübscher als das andere.
Zumindest virtuell können Spieler in der Wirtschaftssimulation «Playboy: The Mansion» nun als Hugh Hefner wirken. Ganz nach dem Vorbild des Medien-Zars gilt es, mit «Playboy»-Magazinen ein Medien-Imperium aufzubauen. Dazu müssen Journalisten und Fotografen angeheuert und Playmates verpflichtet werden. Bei den Foto-Shootings legt der Spieler selbst Hand an: Er kann das Model ein-, äh, entkleiden, es ins rechte Licht rücken und möglichst stilvolle Nacktbilder schiessen. Gleichzeitig werden rauschende Partys geschmissen, um ein soziales Netzwerk aufzubauen. Dabei darf der virtuelle Hefner flirten, bis die Herzen schmelzen, und er bringt so auch zugeknöpfte Business-Frauen dazu, sich für ihn zu entblättern.
Was zu Beginn noch Spass macht, verliert jedoch nach der x-ten entblössten Silikon-Brust – quasi eine verdoppelte Künstlichkeit – den Reiz; das Spielprinzip wiederholt sich und Hefners künstliches Paradies verliert an Anziehungskraft. Dann doch lieber träumen.
Jan Graber