Playmate: «Eine Welt, die mir gefällt»

Aktualisiert

Playmate: «Eine Welt, die mir gefällt»

Andrea Vetsch zog sich für den Playboy aus. Nun hat sie noch einen Wunsch: Sie will in Hugh Hefner's Playboy-Villa.

Unwohl fühlte sie sich nur einmal. Als der Ladenbesitzer kam und auch noch zuschauen wollte. Da stand Andrea Vetsch in Wien, in einem Waschsalon, nackt. Sonst, sagt sie, war es «sehr angenehm und mega toll», obwohl sie eigentlich immer nackt war während den vier Tagen in Wien.

«Ich bekam fast Komplexe»

Jetzt ist Andrea Vetsch, 21-Jährig, blond und mit den Traummassen 87-60-90, «Playmate of the month» im glamourösesten Herrenmagazin der Welt, dem Playboy. Seit einigen Tagen ist sie auf den Hochglanzseiten so zu sehen, wie sie bislang nur ihr Freund gesehen hat – und der Waschsalonbesitzer. Es ist das Resultat des viertägigen Fotoshootings in Wien mit einer siebenköpfigen Crew, die sich «voll seriös um mich gekümmert hat. Der Friseur hat seinen Blick wirklich nur auf meine Haare fixiert. Ich bekam ja fast schon Komplexe». Andrea Vetsch wirkt ziemlich unbekümmert. Nicht nur bei solchen Aussagen. Auch, dass sie nun die Fantasie von Tausenden von Männern erregt, ist der Küsnachterin egal. «Ich wusste schon bei der ersten Bewerbung, auf was ich mich einlasse. Deshalb mache ich mir darüber auch keine Gedanken.»

Warten auf die Einladung

Was für Andrea Vetsch zählt, ist das Resultat der Bilder («ich sehe gerne schöne Bilder - auch von Frauen»). Es ist aber auch mit der Hoffnung verbunden, einen Schritt in die Playboy-Welt von Luxus, Glamour und Prominenz gemacht zu haben. «Das ist eine Welt, die mir gefällt», sagt sie. So sehr, dass sie sich nur zu gerne noch tiefer in die Höhle des Playboy begeben würde. Genauer gesagt in die Höhle des Swimmingpools der Playboy-Mansion von Hugh Hefner, dem Gründer des Männermagazins. Es ist die Höhle, um die sich Legenden um Stars, Bunnys und Sexorgien ranken. «Das wäre ein Traum. Wenn Hefner mich einladen würde, ich würde sofort gehen», sagt sie und fügt an: «Schauen darf man ja.»

Ein Poster für den Freund

Seit zwei Jahren hat Andrea Vetsch einen Freund. Dem gefiel erst nicht, dass sich seine Freundin als Männertraum im Hochglanzmagazin ablichten lassen wollte. Die Zweifel sind ausgeräumt. «Er bestellt sich sogar ein Poster von mir und ist extrem stolz». Noch mehr Mühe mit den Nacktaufnahmen hatte allerdings ihre Mutter. «Sie redete mir ein paar Mal ins Gewissen. Aber ich bin extrem ehrgeizig. Ich lasse mir kaum etwas ausreden.» Vielleicht hegte die Mutter leise Zweifel, dass es der beruflichen Karriere ihrer Tochter irgendeinmal schaden könnte. Die sagt dazu: «Ich glaube nicht, dass die Bilder ein Hindernis sein werden. Entscheidend wird dort doch die Leistung sein.»

Andrea Vetsch hat mit ihrem Auftritt im Playboy für Aufsehen gesorgt. Dass sie nun plötzlich im medialen Rampenlicht steht, damit habe sie überhaupt nicht gerechnet. Auch schreiben ihr plötzlich Kollegen wieder, von denen sie jahrelang nichts mehr gehört hat und der Postkurier verlangt Autogramme, wenn er sie an der Haustüre erblickt. Die Reaktionen seien bisher nur positiv gewesen. Und sie sagt: «Unsere Gesellschaft ist so übersext. Da spielt es doch keine Rolle, wenn ich aus dem kleinen Dörflein bei Zürich mich ausziehe. Das bringt doch nicht das ganze Weltbild ins Schwanken.»

Keine Nacktfotos für ein Jahr

Auch ihre Welt soll nicht so schnell ins Wanken kommen. Deshalb startet sie im Herbst ihr Jus-Studium. Das Studium sei ihr wichtig, denn «irgendwann sieht man ja auch nicht mehr so jung aus, um weiter für Hochglanzmagazine zu posieren.» Was jetzt noch kommt in Sachen Modeln, sieht sie als Zugabe. «Ich bin offen, für das was kommt, oder nicht kommt.»

Etwas, das in nächster Zeit ganz sicher nicht kommen wird, ist, dass sie nackt in einem Waschsalon steht und sich fotografieren lässt. Denn der Vertrag mit dem Playboy verbietet für ein Jahr Nacktfotos.

Marius Egger

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