Diözese in Montana: Pleite wegen Zahlungen an Missbrauchsopfer
Aktualisiert

Diözese in MontanaPleite wegen Zahlungen an Missbrauchsopfer

In Helena im Bundesstaat Montana wurden bis in die 1980er Jahre 362 Kinder von Mitgliedern der Diözese missbraucht. Entschädigungen führen die Diözese nun in die Pleite.

Die Kathedrale der Diözese Helena im Bundesstaat Montana.

Die Kathedrale der Diözese Helena im Bundesstaat Montana.

Wegen Zahlungen in Millionenhöhe an die Opfer sexuellen Missbrauchs hat die katholische Diözese Helena im US-Bundesstaat Montana Konkurs angemeldet. Es ist die elfte Diözese, die in den USA nach teuren Gerichtsverfahren in finanzielle Schieflage geraten ist.

Die Diözese Helena reichte ihren Insolvenzantrag bei Gericht ein, wie der TV-Sender NBC am Freitag (Ortszeit) berichtete. Der Schritt erfolgt im Zusammenhang mit einer Entschädigungszahlung über 15 Millionen Dollar.

Bis in die 1980er Jahre sollen in Helena 362 Kinder durch Priester, Nonnen und andere Mitarbeiter missbraucht worden sein. Weitere 2,5 Millionen Dollar wurden für mögliche weitere Betroffene zur Seite gelegt, die Missbrauchsfälle bisher verschwiegen haben.

Helenas Bischof George Leo Thomas entschuldigte sich schriftlich bei den Opfern. Er wolle die mehr als 30 Jahre alten Unterlagen durchpflügen und klären, ob «Versäumnisse der Führung» beabsichtigt waren. (sda)

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