Griechenland-Krise: Pleitenländer reissen die Börsen runter

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Griechenland-KrisePleitenländer reissen die Börsen runter

Die Abstufung der Kreditwürdigkeit Griechenlands und Portugals durch die Ratingagentur Standard & Poor's hat auch die Stimmung der Händler an den Börsen in Asien getrübt.

Die asiatischen Märkte reagierten auf die Europa-Krise. (Bild: Keystone)

Die asiatischen Märkte reagierten auf die Europa-Krise. (Bild: Keystone)

Eine drohende Pleite geht um die Welt: Der Nikkei-Index der asiatischen Leitbörse in Tokio verlor bis Handelsschluss 2,6 Prozent und sank auf 10 925 Punkte.

Auch die Märkte in Seoul, Singapur, Taipeh und Shanghai waren im Minus. Der Euro indes erholte sich leicht, nachdem er am Vortag in den USA zwischenzeitlich auf den tiefsten Stand seit einem Jahr gefallen war.

Die Börsen in Amerika reagierten auf Europa

Am Dienstag schloss der Dow-Jones-Index der Standardwerte 1,9 Prozent tiefer auf 10 992 Punkten. Die Herabstufung der Kreditwürdigkeit Griechenlands und Portugals hat auch in New York eine Verkaufswelle ausgelöst. Heftige Verluste meldeten auch die Börsen Lateinamerikas.

Der Schweizer Aktienmarkt schloss am Dienstag ebenfalls deutlich tiefer. Nach Börsenschluss stand der SMI 2 Prozent tiefer bei 6667.74 Punkten

Standard & Poor's hatte die Bewertung der griechischen Staatsanleihen am Dienstag um drei Noten auf BB+ herabgestuft. Diese Note bezeichnet Ramschanleihen, bei denen die Ratingagentur davon ausgeht, dass der Schuldner im Schnitt nur 30 bis 50 Prozent der Verbindlichkeiten begleichen wird. Die Kreditwürdigkeit Portugals stufte Standard & Poor's am Dienstag um zwei Stufen herab. Dies nährte Befürchtungen, Spekulanten könnten das Land zu ihrem nächsten Ziel machen. (sda)

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