TV-Dokfilm: Plötzlich Lotto-Millionärin – mit 17
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TV-DokfilmPlötzlich Lotto-Millionärin – mit 17

Mit 17 Jahren knackt die Schottin Jane Park den Jackpot im Lotto. BBC begleitet sie darauf ein Jahr lang mit der Kamera.

von
kmo
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Im Sommer 2013 kaufte die Schottin Jane Park im zarten Alter von 17 Jahren zum ersten Mal in ihrem Leben einen Lottoschein - und gewann prompt den Jackpot von umgerechnet fast 1,5 Millionen Franken.

Im Sommer 2013 kaufte die Schottin Jane Park im zarten Alter von 17 Jahren zum ersten Mal in ihrem Leben einen Lottoschein - und gewann prompt den Jackpot von umgerechnet fast 1,5 Millionen Franken.

Screenshot Youtube/BBC
Der britische Sender BBC begleitete die Schottin ein Jahr lang mit der Kamera. Der Film zeigt, wie Park ihren plötzlichen Reichtum geniesst.

Der britische Sender BBC begleitete die Schottin ein Jahr lang mit der Kamera. Der Film zeigt, wie Park ihren plötzlichen Reichtum geniesst.

Screenshot Youtube/BBC
Er zeigt zum Beispiel, wie sie mit ihren Freunden wilde Partys feiert.

Er zeigt zum Beispiel, wie sie mit ihren Freunden wilde Partys feiert.

Screenshot Youtube/BBC

Was macht eine 17-Jährige, die umgerechnet fast 1,5 Millionen Franken im Lotto gewinnt? Sie geht erst mal shoppen. Die Schottin Jane Park kaufte sich eine Louis-Vuitton-Tasche und kurz darauf einen Chihuahua-Welpen.

Jane Park hat im Sommer 2013 zum ersten Mal in ihrem Leben einen Lottoschein gekauft – und prompt den Jackpot gewonnen. Die Jugendliche hat von Anfang an kein Hehl daraus gemacht und sich nicht vor der Presse versteckt. Darauf hat der britische Sender BBC die 17-Jährige ein Jahr lang mit der Kamera begleitet. Das Resultat – ein unterhaltsamer und berührender Dokfilm – ist am Montag ausgestrahlt worden.

Die Hochs und Tiefs einer Millionärin

Der Film zeigt nicht nur, wie Park ihren plötzlichen Reichtum geniesst und wilde Partys mit ihren Freunden feiert. Auch traurige Momente sind zu sehen, etwa wenn sie feststellt, dass Geld nicht vor Einsamkeit schützt. Im Haus, das sie sich gekauft hat, bleibt die Jugendliche nicht lange wohnen. «Die Hausarbeit und das Kochen waren anstrengend, ich wusste nicht, wie man Rechnungen zahlt, ich war viel allein und mir wurde schnell langweilig», erzählt sie. Schnell zieht sie wieder zurück in die Sozialwohnung ihrer Mutter.

Trotzdem hütet sich Park vor Plattitüden wie «Geld allein macht nicht glücklich». Im Gegenteil: «Mit Geld kann man vielleicht keine Liebe, keine Freunde oder eine Familie kaufen. Doch ein gewisses Mass an Zufriedenheit durchaus. Ich kann jetzt Dinge tun, die ich zuvor nie hätte tun können», sagt sie.

Geld verschenken ist gar nicht so einfach

Zum Beispiel schmeisst sie an ihrem 18. Geburtstag eine wilde Party mit literweise Champagner. An viel erinnert sie sich zwar am Morgen danach nicht mehr, wie sie zugibt. «Aber das rosafarbene Abendkleid und das Diadem habe ich immer noch», erzählt sie.

Die Jugendliche ist grosszügig: Sie beschenkt einen wildfremden Krebskranken mit einer Reise nach Florida oder lädt ihre Mutter ins spanische Benidorm ein. Überhaupt sei das das Schwierigste, sagt Park: «Zu entscheiden, wem ich wie viel Geld gebe.»

Shitstorm auf Twitter

Trotz ihres Reichtums will Park arbeiten. Also reist sie nach Magaluf, zum britischen Ballermann auf Mallorca, wo sie einen Job in einer Bar annimmt. Doch die Arbeit ödet sie schnell an, und weil sie es sich leisten kann, schmeisst sie den Job wieder hin. Auf Mallorca wohnt sie in einer billigen Absteige. «Luxushotels sind Geldverschwendung. Das Essen und die Menschen dort sind mir ein bisschen zu etepetete. Mir gefällt das einfach nicht, ich habe nun mal einen gewöhnlichen Geschmack», sagt sie.

Ihre Direktheit und ihr «gewöhnlicher Geschmack» lösten auf Twitter – noch während der Dokfilm im TV lief – einen Shitstorm aus. «Mit Geld kann kann man keine Klasse kaufen» war noch eine der harmlosesten Bemerkungen.

Doch Park lässt sich nicht aus der Ruhe bringen: «In meinem Leben gab es bereits genug Menschen, die mich hassen, und genug abschätzige Kommentare. Wer mich nicht so nehmen kann, wie ich bin, weiss, wo die Tür ist. Bis dann.»

Der Trailer zum BBC-Dokfilm:

(Quelle: YouTube/BBC Scotland)

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