3 mit Sex - «Plötzlich steckte Johannas Zeigefinger in meinem Po – und ich fand es nice»
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3 mit Sex«Plötzlich steckte Johannas Zeigefinger in meinem Po – und ich fand es nice»

Dass nur Gays auf anale Spiele abfahren, ist ein Vorurteil, das abgeschafft gehört, findet Bruce. Zumindest seit Johanna ihn ungefragt in die «Hinterwelt» eingeführt hat.

von
Bruce
Zora Schaad
Deborah Gonzalez
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Während des Sex hat Johanna ungefragt ihren Zeigefinger in Bruces Po gesteckt. Zuerst fand er es befremdlich, dann genoss er es. Heute ist er ein grosser Fan davon.

Während des Sex hat Johanna ungefragt ihren Zeigefinger in Bruces Po gesteckt. Zuerst fand er es befremdlich, dann genoss er es. Heute ist er ein grosser Fan davon.

Illu: Anna Deér

Darum gehts

  • Vor einigen Jahren hatte Bruce ein überraschendes Erlebnis.

  • Seine Sexpartnerin hat ihm den Finger in den Po gesteckt – er fand das super.

  • Heute möchte er dieses Gefühl beim Sex nicht mehr missen.

  • Bruce kann nicht nachvollziehen, warum das Thema Po bei Männern ein so grosses Tabu ist.

  • Er rät allen Männern, es beim Masturbieren mal mit der «Hintertür» zu probieren.

Nachdem wir hemmungslos rumgemacht und uns von Kopf bis Fuss betatscht hatten, begannen wir uns auszuziehen. Wir sassen auf Johannas Sofa und ich konnte mich kaum halten vor Hornyness. Ich küsste sie wild, streifte mir ein Kondom über und drang in sie ein. Und sie drang in mich ein. Also, so fühlte es sich jedenfalls an. Johanna hatte mir langsam, aber ungefragt, ihren Zeigefinger in meinen Allerwertesten gesteckt. Ich war ziemlich irritiert, liess sie in meinem Sexrausch aber gewähren und nach ein paar Sekunden des Schreckens stellte ich fest: Das fühlt sich richtig nice an. Das war vor ein paar Jahren.

Ob Johanna wusste, was sie da tat, weiss ich nicht. Jedenfalls öffnete sie an diesem Abend wortwörtlich die Tür zu einer neuen sexuellen Sphäre. Mein Hintern wird seither regelmässig benutzt, um das Liebesspiel besser und intensiver zu machen. «Klar, Bruce», werdet ihr sagen, «bei Sex mit Männern gehört das auch dazu. Und dem bist du ja nicht abgeneigt.» Aber da liegt ihr falsch und es ist an der Zeit, das A***loch von Vorurteilen zu befreien!

Männersex ist ein komplexes Thema

Erstens: Sachen im Po zu haben ist nicht das Gleiche, wie Sex mit Männern zu haben. Grössere Sachen als Finger habe ich nach wie vor nur ungern da hinten drin – egal, ob ich Sex mit einer Frau oder einem Mann habe. Damit bin ich übrigens nicht der Einzige. Als ich mit Lars zusammengezogen bin, hat er Ella sofort das kleine Einmaleins zum Homo-Sex beigebracht. Neben dem «aktiven» und dem «passiven» Part gibt es viele Männer, die beides mögen, aber auch nicht wenige, für die der Po rote Zone ist. Zumindest bei einem One-Night-Stand.

Je tiefer ich selbst in die Welt des Männersex eintauchte, desto besser verstand ich die Komplexität des Themas. Fotoautomaten-Luca wollte ich beispielsweise vor allem deshalb nochmals treffen, um den «verpassten Finger» nachzuholen. Und bei Stefan bettelte ich unsere ganze «Beziehung» lang vergeblich darum. Da durfte nur seine Freundin Laura ran.

«Ich wette, viele Heteros haben Angst, als schwul zu gelten»

Zweitens: Arsch-Action ist auch für Heteros ein Spass. Analsex gehörte seit dem Teenie-Alter zu meinen feuchten Träumen. Und nicht nur zu meinen: Bis heute brüsten sich einige meiner Kumpels damit, wenn sie eine Freundin haben, die sie hinten ran lässt. Der Po ist also durchaus ein Ort der Begierde für Hetero-Männer. Aber eben auch eine Einbahnstrasse (höhö!) der Männlichkeit.

Selbst penetrieren: Unbedingt! Penetriert werden: No way! Nicht mal mit einem klitzekleinen Fingerlein. Warum das so ist? Ich wette, viele Heteros haben Angst, als schwul zu gelten. Und weil nur schon der Verdacht des Schwulseins für viele einer Hexenverbrennung gleich kommt, lässt Mann da die Finger (hihi!) lieber gleich ganz davon.

Dabei ist die Antwort auf die Arsch-Frage so simpel wie unromantisch: Es geht um Nerven. Davon gibt es im Anus aus irgendeinem Grund reichlich. Und gerade wir Männer, die wir ja im Gegensatz zu den meisten Frauen mit relativ wenigen erogenen Zonen gesegnet sind, sollten uns die bestehenden nicht noch durch Vorurteile oder falsche Scham wegnehmen lassen. Darum mein ultimativer Sex-Tipp: Probiert beim Masturbieren mal selbst eure Hintertüre aus und spürt den Reiz. Vielleicht erlebt auch ihr dabei einen Johanna-Effekt.

Sex-WG

3 mit Sex

Ella, Lars und Bruce heissen in Wirklichkeit gar nicht so, und auch einige Angaben sind geändert. Wahr ist aber, dass sie leidenschaftlich gern durch die Keller und Clubs der besten Stadt dieses Landes tanzen. Die drei Singles lieben Techno, Rührei und die stabilen Betten ihrer WG. Und sie wissen: Falls sie sich je zu dritt darin vergnügen, ist das das Ende von allem – oder der Beginn von etwas noch Grösserem. 20 Minuten erzählen sie exklusiv von ihren Abenteuern.

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