Aktualisiert 15.07.2019 05:01

Influencer-Werbung

Podladtchikov und Neff wegen Insta-Post gerügt

Die Lauterkeitskommission hat Iouri Podladtchikov und Jolanda Neff gerügt. Der Grund: Die beiden Sportler sollen auf Instagram Schleichwerbung betrieben haben.

von
mon
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Wegen eines Instragram-Post wurde Snowboard-Olympiasieger Iouri Podladtchikov von der Lauterkeitskommission gerügt.

Wegen eines Instragram-Post wurde Snowboard-Olympiasieger Iouri Podladtchikov von der Lauterkeitskommission gerügt.

Keystone/Gian Ehrenzeller
Auch Mountainbike-Profi Jolanda Neff wurde ein Instagram-Post zum Verhängnis. Sie wurde ebenfalls gerügt.

Auch Mountainbike-Profi Jolanda Neff wurde ein Instagram-Post zum Verhängnis. Sie wurde ebenfalls gerügt.

Screenshot Instagram
Der Konsumentenschutz hat zudem noch weitere Beschwerden erhoben – unter anderem gegen Xenia Tchoumitcheva und Roger Federer.

Der Konsumentenschutz hat zudem noch weitere Beschwerden erhoben – unter anderem gegen Xenia Tchoumitcheva und Roger Federer.

Screenshot Instagram

Die Schweizerische Stiftung für Konsumentenschutz hatte im Juni bei der Lauterkeitskommission gegen mehrere Prominente, unter anderem Mode-Influencerin Xenia Tchoumitcheva, Mountainbikerin Jolanda Neff sowie Tennisstar Roger Federer, Beschwerde erhoben. Der Vorwurf: Die Stars sollen auf Instagram Schleichwerbung betrieben haben.

Wie SRF berichtet, hat die Lauterkeitskommission nun zwei Beschwerden gutgeheissen. Sie rügt die beiden Sportler Iouri Podladtchikov und Jolanda Neff. Die beiden haben auf Instagram Zehntausende Follower. Schweizweit sind das die ersten Entscheide zu Influencer-Werbung.

«Aus rein persönlichen Interessen aufgeschaltet»

Bei Snowboard-Olympiasieger Iouri Podladtchikov war es ein Instragram-Post, der ihn vor dem Eingang eines Geschäfts des Sportartikelausrüsters Moncler zeigt. Für den Konsumentenschutz fehlte hier klar der «Hinweis auf bezahlte Werbung».

Die Lauterkeitskommission sah es ähnlich. So heisst es, dass «bereits ein erster Blick auf die Website des Beschwerdeführers zeigt, dass der fragliche Sportartikelausrüster offenbar einer von vier Sponsoren» von Podladtchikov sei. Es sei daher «nicht zu bestreiten, dass der fragliche Post im Rahmen der entgeltlichen Sponsoringbeziehung» erfolgt sei.

Mountainbike-Profi Jolanda Neff wurde ein Instagram-Post zum Verhängnis, der zwei Kreditkarten ihres Sponsors zeigt. Neff erklärte gegenüber der Lauterkeitskommission, künftig «alle solchen Beiträge klar mit #anzeige, #werbung. #ad, #sponserdby oder #powerdby» zu deklarieren».

Zwei Beschwerden stehen noch aus

Eine weitere Beschwerde gegen Michelle Hunziker wurde abgewiesen, zwei Beschwerden gegen Roger Federer und Mode-Influencerin Xenia Tchoumitcheva stehen noch aus.

Sara Stalder, Geschäftsführerin bei der Stiftung für Konsumentenschutz, zeigt sich erfreut: «Indem die Lauterkeitskommission unsere Beschwerden gutheisst, schafft sie für Influencer Klarheit.»

Der Konsumentenschutz erwarte nun «eine klare, konsequente und gut sichtbare Kennzeichnung von Werbeposts, und nicht einen versteckten, kurzen #Ad-Hashtag.» Schrift, Layout und eventuell auch die Farbe müssten den Hinweis deutlich hervorheben.

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