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GP von JapanPole für Vettel, Buemi gecrasht und bestraft

Sébastien Buemi hat im Qualifying für den Grand Prix von Japan für Spektakel gesorgt. Der Romand sicherte sich zunächst trotz zwei Unfällen Startplatz 10, wurde später aber auf den 15. Startplatz strafversetzt.

Die Bestrafung des Schweizers erfolgte, weil er nach Unfällen unter gelber Flagge zu schnell gefahren war. Ebenfalls fünf Plätze verloren haben aus diesem Grund auch WM-Leader Button (neu 12.), Barrichello (10.), Sutil (9.), Alonso (17.) und Liuzzi, der aber ohnedies schon 19. und Letzter war.

Bei BMW-Sauber profitierten Nick Heidfeld und Robert Kubica von den Strafen der anderen - und rückten auf die Plätze vier und acht vor. Die Pole-Position ging an Sebastian Vettel.

Schwerer Unfall von Glock

Die Formel 1 erlebte in Suzuka die bangsten Momente seit langem. Timo Glock war beim Einbiegen in die Zielgerade vom Weg abgekommen und frontal und heftigst in den Reifenstapel geprallt. Bis der Deutsche geborgen war, verstrichen mehrere Minuten. Die erste Entwarnung gab der Pechvogel gleich selber. Beim Abtransport auf der Bahre signalisierte er mit ausgestrecktem Daumen, dass er verhältnismässig glimpflich davon gekommen ist. Für weitere medizinische Abklärungen wurde Glock, der über Schmerzen am rechten Bein klagte, ins nahe gelegene Spital überwiesen. Der Toyota-Fahrer war noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte; am Freitag hatte er wegen einer fiebrigen Erkältung auf die ersten zwei Trainings verzichten müssen.

Buemi: Trotz zwei Crashs (vorerst) auf Platz 10

Für Aufsehen der speziellen Art sorgte Sébastien Buemi. Der Waadtländer, der nach Startplatz 10 in China zum zweiten Mal im Finale der besten zehn dabei war, war bei seinem ersten Versuch nach einem Dreher von der Strecke abgekommen und seitlich in den Reifenstapel geprallt. Weil das Auto kaum Schaden nahm, konnte Buemi nochmals ins Geschehen eingreifen - und überzeugte mit Rang 5 im ersten Teil. Am Ende des zweiten Umgangs brachte Buemi erneut ein beschädigtes Auto zurück in die Box. Er war auf dem letzten Streckenabschnitt noch einmal von der Strecke gerutscht und der Abschrankung entlang geschlittert. Dabei wurde die gesamte rechte Seite und die Frontpartie des Autos in Mitleidenschaft gezogen. Den Rest des Trainings verfolgte Buemi von der Box aus.

Vettel behält den Titel vor Augen

Sebastian Vettel hielt sich mit der Pole-Position die Option offen, die Titelentscheidung zumindest hinauszuzögern. Der Rückstand des Deutschen auf Leader Jenson Button ist vor den letzten drei Rennen mit 25 Punkten allerdings wohl zu gross.

Die Startaufstellung für den Grand Prix von Japan in Suzuka:

1 Sebastian Vettel (De), Red Bull-Renault, 1:32,160 (226,835 km/h).

2 Jarno Trulli (It), Toyota, 0,060 Sekunden zurück.

3 Lewis Hamilton (Gb), McLaren-Mercedes, 0,235.

4 Nick Heidfeld (De), BMW-Sauber, 0,785.

5 Kimi Räikkönen (Fi), Ferrari, 0,820.

6 Heikki Kovalainen (Fi), McLaren-Mercedes, ohne Zeit.

7 Nico Rosberg (De), Williams-Toyota.

8 Robert Kubica (Pol), BMW-Sauber.

9* Adrian Sutil (De), Force India-Mercedes, 0,306.

10* Rubens Barrichello (Br), Brawn GP-Mercedes, 0,500.

11 Timo Glock (De), Toyota.

12* Jenson Button (Gb), Brawn GP-Mercedes, 0,802.

13 Jaime Alguersuari (Sp), Toro Rosso-Ferrari.

14 Giancarlo Fisichella (It), Ferrari.

15* Sébastien Buemi (Sz), Toro Rosso-Ferrari.

16 Kazuki Nakajima (Jap), Williams-Toyota.

17* Fernando Alonso (Sp), Renault.

18 Romain Grosjean (Sz), Renault.

19* Vitantonio Liuzzi (It), Force India-Mercedes.

19 Fahrer im Training.

* = Keine Temporeduzierung unter gelber Flagge, Rückversetzung um 5 Plätze.

Nach Unfall im freien Training nicht gestartet: Mark Webber (Au), Red Bull-Renault.

Tagesbestzeit: Vettel mit 1:30,341 (231,403 km/h) im zweiten Teil. (si)

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