Polenhass in Moskau - Kwasniewski beunruhigt

Aktualisiert

Polenhass in Moskau - Kwasniewski beunruhigt

Polens Präsident Aleksander Kwasniewski ist nach einer Serie von Überfällen auf Polen in Moskau «zutiefst beunruhigt».

Er forderte Moskau auf, gegen die Täter vorzugehen und die Übergriffe zu stoppen.

«Die bedrohlichen Zwischenfälle der letzten Tage schaffen ein Klima der Anspannung in den polnisch-russischen Beziehungen» schrieb Kwasniewski in einem am Freitag veröffentlichten Brief an den russischen Präsidenten Wladimir Putin.

Die russischen Behörden sollten «energische Massnahmen» ergreifen, um die Täter festzunehmen und zu bestrafen und für die Sicherheit polnischer Bürger in Moskau zu sorgen. Er teile die «wachsende Empörung der polnischen Bevölkerung» über die Vorfälle.

Am Donnerstagabend war der Korrespondent der polnischen Zeitung «Rzeczpospolita» in der Nähe seiner Moskauer Wohnung von mehreren Männern zusammengeschlagen worden.

Zuvor gab es innerhalb von fünf Tagen drei ähnliche Überfälle auf polnische Diplomaten in Moskau. Laut Zeitungsberichten sichern nun fünf statt bisher drei Polizisten die polnische Botschaft in Moskau.

Der polnische Botschafter in Moskau, Stefan Meller, hatte am Donnerstag eine Protestnote an das russische Aussenministerium gerichtet und empfahl seinen Mitarbeitern, nur noch in Begleitung auf die Strasse zu gehen.

Polens Aussenminister Adam Rotfeld sagte, die Beziehungen zu Russland würden mit der Fortsetzung der Angriffe «schlechter und schlechter». (sda)

Deine Meinung