Polit-Spam: Protestaktion aus dem Schul-Computer
Aktualisiert

Polit-Spam: Protestaktion aus dem Schul-Computer

Gymi-Schüler haben mit 20 000 E-Mails die PCs der Kantonsräte verstopft. Der Rektor wusste Bescheid.

Hinter der Spam-Aktion steht die Klasse 4f des Zürcher Gymi MNG Rämibühl. Im Rahmen des Tags der Bildung vom Mittwoch wollten sie auf die negativen Folgen der Sparprogramme bei der Bildung aufmerksam machen. «Mit Wissen der Schulleitung», betont Markus Schenkel aus der Klasse 4f. Der MNG-Rektor bestätigt, dass er grünes Licht gab: «Es war eine legitime Aktion und sie hatte Erfolg», so Ernst Schmid. Ganz wohl scheint es ihm aber nicht zu sein: Er wollte den Räten noch ein klärendes Mail senden.

Laut dem IT-Verantwortlichen verschickte der Schulserver etwa 20 000 Mails – 110 für jeden der 180 Kantonsräte. Für die meisten von ihnen war dies ein Ärgernis: «Ich wurde bei der Arbeit behindert», wettert SVP-Mann Jürg Leuthold. Selbst SP-Vertreter bezeichneten den Massenversand als «kontraproduktiv». Positiver sah es SP-Fraktionschefin Dorothee Jaun: «Gut, wenn sich Betroffene so einsetzen.»

Unklar ist, was die Bildungsdirektion zum Spam ab Schul-Computer sagt. Für eine Stellungnahme war gestern niemand erreichbar.

Ale×s Král

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