Neue Initiative - Politiker aus verschiedenen Parteien wollen Handystrahlung begrenzen
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Neue InitiativePolitiker aus verschiedenen Parteien wollen Handystrahlung begrenzen

Mit einer neuen Initiative soll die Mobilfunk-Strahlung begrenzt werden. Dabei richtet sich das Anliegen nicht direkt gegen 5G-Antennen.

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Der Verein Frequencia bekämpft die flächendeckende Mobilfunkstrahlung.

Der Verein Frequencia bekämpft die flächendeckende Mobilfunkstrahlung.

20min/Michael Scherrer
Der Verein will erreichen, dass im Freien installierte Antennen nur draussen senden und nicht in den Innenbereich hineinreichen.

Der Verein will erreichen, dass im Freien installierte Antennen nur draussen senden und nicht in den Innenbereich hineinreichen.

20min/Michael Scherrer
Ihr Anliegen richte sich nicht direkt gegen die 5G-Antennen, beteuern die Initianten und Initiantinnen.

Ihr Anliegen richte sich nicht direkt gegen die 5G-Antennen, beteuern die Initianten und Initiantinnen.

20min/Taddeo Cerletti

Darum gehts

  • Politiker aus unterschiedlichen Parteien setzen sich mit einem Verein gegen Handy-Strahlung ein.

  • Sie wollen erreichen, dass die Antennen nicht mehr bis in die Häuser strahlen.

  • Die Initianten sind zuversichtlich, dass die 100’000 Unterschriften zusammenkommen.

Eine Gruppe von Mobilfunkgegnern um den Verein Frequencia will im Oktober die sogenannte Safer-Phone-Initiative lancieren, welche die Strahlenbelastung in der Schweiz markant reduzieren soll.

Im Initiativkomitee sitzen auch einige bekannte Politiker und Politikerinnen, darunter die Grünen-Nationalräte Michael Töngi und Isabelle Pasquier-Eichenberger sowie ihre SP-Kolleginnen Martina Munz und Ursula Schneider Schüttel. Auch die SVP ist mit dem Aargauer Ständerat Maximilian Reimann vertreten, die Mitte mit dem Genfer Grossrat Bertrand Buchs.

«Verhindern, dass alles durchstrahlt wird»

Die Initiative richte sich nicht explizit gegen den 5G-Standard, sagen die Initianten. Sie wollen erreichen, dass im Freien installierte Antennen nur noch den Aussenbereich abdecken, in Gebäuden installierte Anlagen nur den Innenbereich. «Damit wollen wir verhindern, dass alle unsere Lebensräume durchstrahlt werden», sagt Mitinitiant Peter Schlegel in der «NZZ am Sonntag». «Denn wenn die Funkstrahlung keine Mauern mehr durchdringen muss, kann man die Sendeleistung der Antennen stark drosseln.»

Peter Grütter, der Präsident des Telekommunikationsverbandes Asut, hält den Vorschlag aus technologischer Sicht für unrealistisch. Wenn die Strahlung keine Mauern mehr durchdringen dürfe, entstünden in bewohnten Gebieten überall Funklöcher, sagt Grütter. Laut Schlegel lasse sich das Vorhaben aber mit einer intelligenten Organisation so umsetzen.

Sofern die nötigen 100’000 Unterschriften zusammenkommen, kann das Volk darüber abstimmen. Mitinitiant Schlegel ist zuversichtlich, dass die nötigen Unterschriften zusammenkommen.

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(lea)

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