Kugl-Aus: Politiker befürchten Exodus

Aktualisiert

Kugl-AusPolitiker befürchten Exodus

Das drohende Aus für das Kugl hat die Politik aufgeschreckt. Das Stadtparlament will nun von der Stadt wissen, ob es in St. Gallen überhaupt noch Platz hat für Leute, die feiern wollen.

von
Sascha Schmid
Das Stadtparlament sorgt sich um die Lebendigkeit St. Gallens.

Das Stadtparlament sorgt sich um die Lebendigkeit St. Gallens.

Nicht nur die St. Galler Partyszene, sondern auch die Stadtpolitiker beschäftigt das mögliche Aus des Kugl nach dem Verwaltungsgerichtsentscheid. Fünf Stadtparlamentarier von links bis rechts haben ein Postulat mit dem Titel «Hat St. Gallen ausgeKUGLt?» eingereicht. Im Vorstoss, den 45 von 63 Parlamentariern unterschrieben haben, geben sie ihrer Sorge um die Lebendigkeit St. Gallens Ausdruck. «Wenn solche Veranstaltungen in Zukunft in der Stadt nicht mehr möglich sind, besteht die Gefahr, dass Ausgehmöglichkeiten nur noch in Industriezonen am Stadtrand bestehen», schreiben sie im Vorstoss. Das könnte dazu führen, dass sich die Innenstadt immer mehr entleeren oder die Leute auf andere Städte ausweichen würden. «Es kann nicht sein, dass unsere Jungen mit dem Auto nach Zürich in den Ausgang müssen», sagt Albert Rüesch, einer der Postulanten (FDP).

Der Stadtrat soll nun Lösungen zum Problem präsentieren und sagen, wie es nach dem Verwaltungsgerichtsentscheid weitergeht. «Alles in allem geht es um die Grundsatzfrage, wie der Stadtrat Urbanität definiert und was in unserer Stadt möglich sein soll und darf», heisst es am Schluss des Postulats.

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