St. Gallen: Politiker fordern Hundegesetz mit mehr Biss
Aktualisiert

St. GallenPolitiker fordern Hundegesetz mit mehr Biss

Nach der erneuten Beiss-Attacke eines Kampfhundes in Uznach wollen St. Galler Politiker das kantonale Hundegesetz verschärfen.

«Das St. Galler Hundegesetz muss eindeutig strenger werden», sagt CVP-Kantonsrat Stephan Bärlocher. Er bestätigt damit einen Bericht der Zeitung «Südostschweiz». Bärlocher und mit ihm weitere Kantonsräte reagieren auf einen Vorfall, bei dem ein American Staffordshire Terrier vor zwei Wochen einen Uzner Hundehalter attackiert und in die Hand gebissen hat.

Wie sich in der Folge herausstellte, war der Kampfhund den lokalen und kantonalen Behörden längst bekannt: Spätestens seit 2009 wurde er sowohl auf der Gemeinde als auch bei der zuständigen Amtstierärztin gemeldet – geschehen ist nichts. Für CVP-Mann Bärlocher ist dies unverständlich: «Man kann doch nicht warten, bis ein Kind getötet wird.» Er verlangt deshalb, dass die Behörden bei derartigen Hinweisen das geltende Gesetz rasch anwenden. Zudem kann er sich Bestimmungen vorstellen, wie sie im Kanton Zürich gelten. Dort gilt für Kampfhunde wie den ­American Staffordshire Terrier ­Leinen- und Maulkorbzwang. Selbst ein Verbot gewisser Rassen will er nicht ausschliessen. Die Uzner Behörden haben für den bissigen Kampfhund einen Leinenzwang erlassen. Für Biss-Opfer Beni G. (56) ist das zu wenig: «Man weiss doch jetzt, wie gefährlich der Hund ist, und trotzdem lässt man ihn ohne Maulkorb auf Augenhöhe mit Kindern laufen.»

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