Schutz vor Terror: Politiker fordern Waffentragrecht für Schweizer Bürger
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Schutz vor TerrorPolitiker fordern Waffentragrecht für Schweizer Bürger

«Fliehen, verstecken, alarmieren» reiche nicht mehr: Nach dem Terroranschlag in Wien machen sich Politiker dafür stark, dass Schweizer ein Waffentragrecht erhalten.

von
Bettina Zanni
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Rechtskonservative Politiker wollen Schweizer Bürgern einen erleichterten Zugang zu Waffen  ermöglichen. 

Rechtskonservative Politiker wollen Schweizer Bürgern einen erleichterten Zugang zu Waffen ermöglichen.

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Das Attentat eines Islamisten mit mehreren Toten und Schwerverletzten traf die Wiener Innenstadt am Montagabend völlig unerwartet. Experten schliessen solche Anschläge auch in der Schweiz nicht aus.

Das Attentat eines Islamisten mit mehreren Toten und Schwerverletzten traf die Wiener Innenstadt am Montagabend völlig unerwartet. Experten schliessen solche Anschläge auch in der Schweiz nicht aus.

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Jetzt brauche es in der Schweiz ein Waffentragrecht, forderte Nicolas Rimoldi, Vorstandsmitglied der Aktion für eine unabhängige und neutrale Schweiz (Auns) und FDP-Politiker, wenige Stunden nach dem Attentat auf Twitter, wie der «Tages-Anzeiger» berichtet.

Jetzt brauche es in der Schweiz ein Waffentragrecht, forderte Nicolas Rimoldi, Vorstandsmitglied der Aktion für eine unabhängige und neutrale Schweiz (Auns) und FDP-Politiker, wenige Stunden nach dem Attentat auf Twitter, wie der «Tages-Anzeiger» berichtet.

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Darum gehts

  • Wer eine Waffe tragen will, braucht dafür eine spezielle Bewilligung.

  • Nicolas Rimoldi, Auns-Vorstandsmitglied, und SVP-Nationalrat Jean-Luc Addor hingegen fordern nach dem Attentat in Wien eine Lockerung des Schweizer Waffentragrechts.

Das Attentat eines Islamisten mit mehreren Toten und Schwerverletzten traf die Wiener Innenstadt am Montagabend völlig unerwartet. Experten schliessen solche Anschläge auch in der Schweiz nicht aus. Rechtskonservative Politiker fordern nun, dass Schweizer Bürger einen erleichterten Zugang zu Waffen erhalten.

Jetzt brauche es in der Schweiz ein Waffentragrecht, twitterte Nicolas Rimoldi wenige Stunden nach dem Attentat, wie der «Tages-Anzeiger» berichtet.

Die Empfehlungen des Bundesamtes für Polizei (Fedpol) reichten nicht mehr, so Rimoldi, Vorstandsmitglied der Aktion für eine unabhängige und neutrale Schweiz (Auns) und FDP-Politiker. Das Fedpol rät im Fall eines Attentats: «Fliehen, verstecken, alarmieren». Laut Rimoldi sollten die Bürgerinnen und Bürger in der Schweiz unter klaren Bedingungen Waffen tragen können: etwa nach einem Test der psychischen Verfassung und einem Praxistest.

Spezielle Bewilligung nötig

Für das Tragen einer Waffe in der Öffentlichkeit braucht es hierzulande derzeit eine spezielle Bewilligung. Vergeben wird diese nur unter besonderen Bedingungen, zum Beispiel an Sicherheitspersonal. Der Walliser SVP-Nationalrat Jean-Luc Addor schliesst sich Rimoldi an. Bereits 2017 forderte der Präsident von Pro Tell in einer parlamentarischen Initiative ein Waffentragrecht für Bürger, kam damit jedoch nicht durch.

Addor plant für sein Anliegen keinen neuen Anlauf im Parlament. Sollte allerdings in der Schweiz ein solcher Terrorakt passieren, dann wären wohl auch die hiesigen Politiker bereit, über eine Lockerung des Waffentragens zu debattieren, vermutet er.

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