Politiker kämpfen gegen «No-go-Areas» in Bern
Aktualisiert

Politiker kämpfen gegen «No-go-Areas» in Bern

Attacken, Abfall und Angst: Berner Politiker haben genug von gefährlichen Zonen in der Stadt und fordern jetzt von der Regierung Massnahmen.

von
Nina Jecker

FDP-Stadtrat Christoph Zimmerli hat die Nase voll von so genannten «No-go-Areas» in der Stadt Bern, die von vielen Bürgern aus Angst vor Attacken gemieden werden. Besonders die Schützenmatte, die Aarbergergasse und die Grosse Schanze sind ihm ein Dorn im Auge. «Laut Umfragen fühlen sich dort 41 Prozent der Leute unsicher.»

Tatsächlich kommt es auf diesen Arealen immer wieder zu Straftaten. So wurde vor ein paar Wochen vor der Reithalle ein Mann zu Tode geprügelt; am letzten Samstag beraubten dort mehrere Täter brutal ein Pärchen.

«Der Gemeinderat muss endlich handeln», fordert Zimmerli jetzt in einem Vorstoss. Dabei denkt er nicht nur an Polizeipräsenz, Kameras und Lampen: Die Area­le sollen komplett neu gestaltet werden. «Ein moderner Wolkenkratzer oder ein Einkaufszentrum auf der Schützenmatte wären ideal.»

Applaus erntet die Idee von SVP-Grossrat Thomas Fuchs: «Würde man die Plätze beleben, könnten sich die Berner wieder sicherer fühlen und man müsste sich vor auswärtigen Besuchern nicht mehr schämen.» Fuchs sieht Chancen für Zimmerlis Vorstoss: «Es ist so viel Schlimmes passiert, dass nun auch die Linken handeln wollen.»

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