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Apec-Gipfel in PekingPolitiker machen auf «Star Trek»

Beim Apec-Gipfel ziehen die Politiker traditionsgemäss den Anzug aus und kleiden sich farbenfroh. China wählte nun – wohl unbeabsichtigt – ein «Star Trek»-Outfit.

von
lüs

Es ist das jährliche Highlight beim Gipfel der Asiatisch-pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec): Die Spitzenpolitiker legen Jackett und Krawatte ab und schlüpfen in bunte, oft geradezu schrille Tenus, die der jeweilige Gastgeber in Anlehnung an seine Landestracht auswählt. Beim aktuellen Treffen in Peking sorgt dies für noch mehr Belustigung als sonst. Denn die Outfits sehen aus, als würden sie einer populären Science-Fiction-Serie entstammen. Das haben zahlreiche Twitterer festgestellt:

Überzeugen können die Politiker als «Star Trek»-Darsteller allerdings nicht ganz. Ihnen mangelt es an gewissen Grundkenntnissen.

Tradition war stark bedroht

Die spezielle Kleidersitte des Apec-Gipfels wäre in jüngster Vergangenheit beinahe begraben worden. Den Anfang machte Japan als Gastgeber des Jahres 2010: Dort gab es für die Politiker weder einen Kimono noch andere farbenfrohe Kleider.

Dem schloss sich Barack Obama, Organisator des Gipfels 2011, an: Man traf sich zwar in Honolulu, zog aber keine Hawaii-Hemden an. Dazu habe er sich «nach Durchsicht von Bildern vergangener Apec-Gipfel» entschieden, sagte der US-Präsident damals. «Mit der Tradition sollten wir besser brechen. Wir sind zum Arbeiten hier.» Immerhin erhielten die Gäste ein Blütenhemd als Geschenk.

Auch Wladimir Putin ersparte den Politikern 2012 beim Treffen in Russland das Posieren in bunten Textilien. Erst in Indonesien, wo der Apec-Gipfel im Jahr darauf stattfand, hatte man ein Einsehen: Es gab balinesische Batik-Hemden für alle.

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