Alle Angaben ersichtlich - Politiker tweetet Bild von Impfnachweis und wird vom Kanton gerügt
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Alle Angaben ersichtlichPolitiker tweetet Bild von Impfnachweis und wird vom Kanton gerügt

Der Baselbieter Landrat Markus Dudler (CVP) freute sich auf Twitter über seine erste Impf-Dosis und teilte ein Bild seines Impfnachweises. Leider übersah er dabei, dass all seine persönlichen Daten auf dem Foto ersichtlich waren.

von
Seline Bietenhard
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Der Baselbieter CVP-Politiker Markus Dudler freute sich per Twitter über seinen «ersten Schuss» und teilte ein Bild seines Impfnachweises. Leider übersah er, dass all seine persönlichen Daten auf dem Bild ersichtlich waren.

Der Baselbieter CVP-Politiker Markus Dudler freute sich per Twitter über seinen «ersten Schuss» und teilte ein Bild seines Impfnachweises. Leider übersah er, dass all seine persönlichen Daten auf dem Bild ersichtlich waren.

Screenshot Twitter
Der Kanton Baselland rügte den CVP Landrat per Antwort und empfahl ihm, das Foto zu löschen.

Der Kanton Baselland rügte den CVP Landrat per Antwort und empfahl ihm, das Foto zu löschen.

Screenshot Twitter
Markus Dudler steht zu seinem Fehler. Er sei kein Vorbild für die Bevölkerung gewesen, wie man mit seinen Daten umzugehen habe.

Markus Dudler steht zu seinem Fehler. Er sei kein Vorbild für die Bevölkerung gewesen, wie man mit seinen Daten umzugehen habe.

CVP Baselland

Viele freuen sich über ihre frisch erhaltene Corona-Impfung und posten dies rege auf ihren Social Media-Accounts. Auch der Baselbieter CVP-Landrat Markus Dudler freute sich über seinen «ersten Schuss» per Twitter und teilte dazu ein Foto seines Impfnachweises. Jedoch übersah er, dass all seine persönlichen Daten auf dem Bild ersichtlich waren.

Der Kanton Basel-Landschaft antwortete auf Dudlers Tweet und rügte den Landrat. «Wollen Sie Ihre persönlichen Angaben wirklich allen auf Twitter zugänglich machen?», schrieb der Kanton und empfahl Dudler, das Foto zu löschen.

Markus Dudler steht zu seinem Fehler. «Ich habe dieses Bild in meiner Euphorie getweetet», so der Landrat. Die Message für die Impfung sei ihm wichtiger gewesen. Er habe nicht daran gedacht, dass alle Daten ersichtlich waren. «Die meisten Angaben sind sowieso auch auf der Webseite des Landrats ersichtlich», so der Baselbieter. Trotzdem sei er von der Landratskanzlei darauf hingewiesen worden, dass es nicht sinnvoll sei, dies zu veröffentlichen. «Ich war kein Vorbild für die Bevölkerung, wie man mit seinen Daten umzugehen hat», sagt Dudler.

Persönliche Daten im Netz bergen diverse Risiken

20 Minuten hat Markus Brönnimann, Datenschutzbeauftragter des Kantons Baselland, zum Teilen von persönlichen Daten befragt. «Wer solche privaten Angaben veröffentlicht, geht das Risiko ein, Diebe oder Betrüger anzulocken», so Brönnimann. Bei dem Foto von Dudler beispielsweise könnten Einbrecher erkennen, wann er nicht zuhause sei. Auch Handynummern können von Hackern etwa für kriminelle Zwecke eingesetzt werden.

Vor einiger Zeit wurde auch davor gewarnt, detaillierte Fotos des Impfausweises im Internet zu veröffentlichen. Betrüger und Kriminelle hätten so die Möglichkeit, solche Ausweise zu fälschen.

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