«Zigeuner-August»: Politiker wollen Bieler und Fahrende zusammenbringen
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«Zigeuner-August»Politiker wollen Bieler und Fahrende zusammenbringen

«Zigeuner-August» in Biel: Gegenseitiges Kennenlernen zwischen Fahrenden und Bielern sowie ein neuer Durchgangsplatz sollen jetzt Konflikte ebnen.

von
Saraina von Grünigen

In Biel gibt es immer wieder Konflikte mit Zigeunern. «Weil ihre Lebensweise nicht Teil der sesshaften Gesellschaft ist, sind die Fahrenden teilweise gezwungen, sich illegal Platz zum Anhalten zu verschaffen», so die Bieler Stadträtin Muriel Beck (Grüne). Dagegen will ihre Partei jetzt etwas unternehmen: «Wir fordern einen Durchgangsplatz für Fahrende mit einer Infrastruktur und klaren Benutzungsregeln», sagt Beck. Auf einem solchen Platz könne die fahrende Bevölkerung legal ihre Lebensweise pflegen. Die Grünen haben dazu nun einen Vorstoss eingereicht.

Wer die Lebensart der Fahrenden kennenlernen möchte, kann dies am 9. und 10. August im ExpoPark in Biel tun: «Unter dem Motto «Zigeuner-August» wollen wir den Leuten eine lockere Begegnungsmöglichkeit bieten, um Vorurteile abzubauen», so Beck. Fahrende Familien sind vor Ort und geben Auskunft über ihren Alltag. Sie führen durch eine Wanderausstellung und stellen ihre Handwerke vor. Abgerundet wird der Anlass mit Zigeunergrilladen und einem Kinderprogramm.

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