Letzter Bierlauf?: Politiker wollen Bierfest verbieten

Aktualisiert

Letzter Bierlauf?Politiker wollen Bierfest verbieten

Alle Jahre wieder: Am Freitag 1. Mai findet der Harassenlauf statt. Gut möglich, dass es der letzte ist. Massenbesäufnisse sind der Politik ein Dorn im Auge.

von
Leonie Kaiser

Lange wurde studiert – nun wird es konkret: Der Bundesrat gab letzte Woche bekannt, dass er eine Palette von Präventionsmassnahmen prüfen lassen will, da­runter auch ein zeitliches und örtliches Alkoholverbot, das Kantone und Gemeinden verhängen können. Die Gesetzeslücke, ­Veranstaltungen wie den Harassenlauf nicht untersagen zu können, würde damit geschlossen. Im Klartext könnten die Gemeinden Reinach und Münchenstein dann 2010 den Harassenlauf verbieten – wer trotzdem hinginge, würde gebüsst.

Für die Baselbieter Sicherheitsdirektion ist dies ein Schritt in die richtige Richtung: «Wir wären froh, wenn es eine Verbotsmöglichkeit für solch exzessive Massenbesäufnisse gäbe», so Sprecher Dieter Leutwyler.

«Schwierig umsetzbar», findet hingegen der Reinacher Gemeindepräsident Urs Hintermann ein solches Verbot. «Es bräuchte Hunderte Polizisten, um die Menschenmenge in Schach zu halten.» Laut Polizeisprecher Meinrad Stöcklin ist es wichtig, dass der Schaden an Mensch und Natur möglichst kleingehalten wird. «Besonderes Augenmerk legen wir darauf, dass niemand unter 16 Jahren Bier trinkt», sagt Stöcklin.

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