Politiker wollen Kinder vor «Sektenschule» schützen

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Politiker wollen Kinder vor «Sektenschule» schützen

Die Maharishi-Sekte plant in Basel eine Schule für Jugendliche ab dem achten Schuljahr. Christliche Politiker sind empört.

Die Bewegung Transzendentale Meditation plant auf der Lyss in Basel eine Privatschule: Jungen und Mädchen ab dem achten Schuljahr sollen in Fächern wie Mathematik, Deutsch und anderen ausgebildet werden, sich daneben aber in der transzendentalen Meditation gemäss Guru Maharishi üben. Die Maharishi International School verfolgt laut Homepage das Ziel, «allumfassendes Wissen für die Schüler und Unbesiegbarkeit für die Schweiz» zu vermitteln. Dabei wird «Bildung auf der Grundlage des einheitlichen Feldes als Ursprung aller Naturgesetze» propagiert.

Das stösst einigen christlichen Basler Politikern sauer auf: «Wir lehnen die Indoktrination von Kindern ab», sagt EVP-Präsident Heinrich Ueberwasser. Es sei eine Sache, wenn Erwachsene sich einer Sekte anschliessen, Kinder müsse man jedoch davor schützen. Ähnlich tönt es bei der CVP: «In Basel hat eine Sekte nichts verloren», sagt Parteipräsident Markus Lehmann.

Die Bewegung Transzendentale Meditation hat beim Erziehungsdepartement ein Gesuch für die Schule eingereicht. Eine Antwort steht noch aus. In den sechziger Jahren verfielen bereits die Beatles der Sekte. Nach kurzer Zeit beim Guru Maharishi in Indien reisten sie aber frustriert wieder ab.

Sabine Knosala

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