Thurgauer Regierung: Politischen Druck gegen Güterzuglärm aufbauen

Aktualisiert

Thurgauer RegierungPolitischen Druck gegen Güterzuglärm aufbauen

Die Thurgauer Regierung will zusammen mit den thurgauischen Bundesparlamentariern beim Bund politischen Druck aufbauen, um eine Verminderung des Güterzuglärms auf der Seelinie zu erreichen. Angestrebt wird ein Bonus-/Malus-System für Güterwagen.

Wie die Thurgauer Regierung am Donnerstag mitteilte, will sie zusammen mit den Parlamentarierinnen und Parlamentariern den beschränkten Handlungsspielraum ausnutzen, den sie in diesem Fall hat.

Der Lärm wird vor allem von Güterzügen der Deutschen Bahn (Railion) verursacht, die mit altem, lärmigem Rollmaterial die Strecke entlang des Bodensee-Südufers benutzen. Ein Gutachten des Rechtswissenschaftlichen Instituts der Universität Zürich erklärte, der Kanton habe rechtlich kaum Möglichkeiten, die Lärmbelastung zu reduzieren.

Lärmsanierung von Rollmaterial

Ein Durchfahrtsverbot beispielsweise widerspräche dem freien Netzzugang, der in den Bilateralen Verträgen zugesagt worden sei. Einen gewissen Handlungsspielraum gebe es allerdings auf der politischen Ebene.

Gemeinsam wollen sich nun Kantonsregierung und Parlamentarier insbesondere für die Einführung eines Bonus-/Malussystems für leise beziehungsweise laute Güterwagen, für die Lärmsanierung von Rollmaterial und die Begrenzung der Höchstgeschwindigkeit der Güterzüge einsetzen.

(20 Minuten/sda)

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