Deutsche Bundestagswahl - Politischer Schlagabtausch auf Social Media
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Deutsche BundestagswahlPolitischer Schlagabtausch auf Social Media

True Fruits hat mit einer neuen Aktion für viel Gesprächsstoff gesorgt. Im Rahmen der Bundestagswahlen haben sie Auszüge der Wahlprogramme der sechs grössten Parteien auf ihre Smoothie-Flaschen gedruckt. Darunter auch die AfD.

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Picstars
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Diese Smoothies sind der Ursprung der Internet-Debatte.

Diese Smoothies sind der Ursprung der Internet-Debatte.

Facebook/true fruits Smoothies
Die Reaktion von Edeka auf die bedruckten True-Fruits-Smoothies mit der Beschreibung, dass sie die AfD-Flaschen nicht bestellt haben und diese zurücksenden werden.

Die Reaktion von Edeka auf die bedruckten True-Fruits-Smoothies mit der Beschreibung, dass sie die AfD-Flaschen nicht bestellt haben und diese zurücksenden werden.

Facebook/EDEKA
Mit diesem Statement hat True Fruits auf den Edeka-Post reagiert.

Mit diesem Statement hat True Fruits auf den Edeka-Post reagiert.

Facebook/True Fruits Smoothies

Darum gehts

  • Im Rahmen der Bundestagswahlen hat True Fruits Auszüge der Wahlprogramme der sechs grössten Parteien auf ihre Smoothie-Flaschen gedruckt.

  • Edeka hat die AfD-Flaschen wieder retourniert und einen kritischen Post in den sozialen Medien dazu veröffentlicht.

  • True Fruits konterte ihrerseits mit einem Post: Bei Edeka sei kein Platz im Regal für Aufklärung.

  • Auf Social Media geht der Diskurs weiter und viele Meinungsbloggerinnen und Meinungsblogger äussern sich.

Die Intention hinter den bedruckten Flaschen, welche im Zentrum der Kontroverse stehen, war es, Aufklärung zu betreiben und die Menschen zum Wählen zu motivieren. True Fruits hat bereits öfters Aktionen gestartet, um am gesellschaftlichen Diskurs teilzuhaben und diesen anzufeuern. Auch im Rahmen der deutschen Bundestagswahlen vom 26. September hat sich der Smoothie-Produzent etwas überlegt. Es wurden Smoothie-Flaschen mit einigen Punkten aus den respektiven Wahlprogrammen der sechs grössten Parteien Deutschlands bedruckt. Dazu gehören die SPD, CDU, die Grünen, die Linke, FDP und auch die AfD. Wie die Frankfurter Allgemeine berichtet, war es ein Versuch des Unternehmens, aktuelle Themen aufzugreifen.

Schlagabtausch auf Facebook und Instagram

Edeka hat die Flaschen, welche mit dem AfD-Sticker bedruck waren, wieder retourniert. Horizont zufolge hat Edeka dies gemacht, weil diese verschickt wurden, ohne den Händler vorher darüber aufzuklären und ein Pressesprecher von Edeka hat erklärt: «Der Edeka-Verbund steht für Vielfalt, Toleranz und die Förderung einer offenen Gesellschaft. Edeka hat die 'AfD-Flaschen' von True Fruits nicht bestellt und wird sie an den Hersteller zurücksenden». Auf Facebook postete Edeka das Foto mit der einzelnen AfD Flasche und schrieb dazu «Danke für eure neue Lieferung, True Fruits Smoothies. Die AfD-Flaschen haben wir aber nicht bestellt, die gehen wieder zurück».

Auf diesen Post reagierte True Fruits ihrerseits mit einem Post, welcher besagt, dass bei Edeka kein Platz im Regal für Aufklärung sei. Zu diesem Bild schrieben sie in der Caption: «Liebe Edeka, ja, wir finden die AfD auch scheiße. Aber Aufklärung ist wichtiger als peinliches Social Signaling, wie ihr es hier versucht... Deswegen haben wir mit unserem Parteiprogramm-Rätsel (www.true-fruits.com/diequalderwahl) auch bewusst alle sechs großen Parteien des Deutschen Bundestags dargestellt, um jedem die Chance zu bieten, zu erkennen, wofür die Parteien stehen. Aber das wusstet ihr ja… Ein Schelm, wer bei eurer Aktion an Populismus denkt! Wir hoffen, dass euer unüberlegter Angriff jetzt wenigstens dazu führt, dass möglichst viele Leute sich mit den Parteien auseinandersetzen und eine überlegte Wahl treffen.»

Auf Social Media wird das kontroverse Thema heiss diskutiert

Viele Youtuberinnen und Youtuber, vor allem jene, die in die Sparte der Meinungsbloggerinnen und Meinungsblogger fallen, setzten sich mit dem Thema auseinander und stellen ihre Sichtweisen dar und bieten dadurch weitere Plattformen an, wo sich Social-Media-Nutzer dazu äussern können. Ein Beispiel dafür ist Alexandra, welche unter dem Namen Sashka bekannt ist. Sie bündelt in einem Video alle Meinungen, bei welchen sie davon ausgeht, dass sie nicht der Mehrheit entsprechen, zusammen, worunter auch die True-Fruits-Debatte fällt.

Politische Themen sind unter Influencerinnen und Influencern keine Seltenheit. Viele Creators beschäftigen sich mit Content, welcher entweder die Meinung des Influencers oder der Influencerin widerspiegeln soll, wie dies beispielsweise Rezo macht, der mit seinem Video mit dem harschen Titel «Die Zerstörung der CDU» 2,3 Millionen Menschen erreichte. Auch der Youtuber MrWissen2go teilt Videos, welche politische Themen behandeln. Viele Schüler und Studentinnen dürften ihn aufgrund seiner Videos zu geschichtlichen Events kennen. Er hat verschiedene Konzepte, wobei einige seine persönliche Meinung beleuchten und andere rein analytisch aufgebaut sind. Im Blick auf die Wahlen hat er Erklärungsvideos zu den wichtigsten Parteien gemacht, in denen er das Wahlprogramm erläutert.

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Das Influencer-Radar entsteht im Rahmen einer Content-Partnerschaft zwischen 20 Minuten und Picstars. Die redaktionelle Verantwortung liegt bei 20 Minuten.

Picstars ist die führende Anbieterin für kreatives, zeitgeistiges und datengesteuertes Influencer-Marketing in der Schweiz. Die 2014 gegründete Agentur, mit Sitz in Zürich und Berlin, findet den «Perfect Match» zwischen Kundinnen und Kunden, Kampagnen, Influencerinnen und Influencern und kreiert inspirierendes Storytelling für eine authentische Markenkommunikation. picstars.com

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