Luzern: Polizei berichtet live aus der Zentrale, aber «Namen werden nicht genannt»

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LuzernPolizei berichtet live aus der Zentrale, aber «Namen werden nicht genannt»

Diebstähle, Einbrüche, Unfälle – 270 Notrufe gehen täglich bei der Luzerner Polizei ein. Was das genau für Einsätze sind, teilt die Einsatzleitzentrale am Freitag während zwölf Stunden mit der ganzen Welt – auf Twitter.

von
Gianni Walther
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Am Freitag gibt die Luzerner Polizei einen Einblick in den Alltag des Korps und twittert von sieben bis 19 Uhr direkt aus der Einsatzleitzentrale.

Am Freitag gibt die Luzerner Polizei einen Einblick in den Alltag des Korps und twittert von sieben bis 19 Uhr direkt aus der Einsatzleitzentrale.

Luzerner Polizei
Einsätze hat die Luzerner Polizei nämlich viele: Rund 100’000 Anrufe gehen bei der Einsatzleitzentrale jedes Jahr ein. Das sind rund 270 Anrufe täglich.

Einsätze hat die Luzerner Polizei nämlich viele: Rund 100’000 Anrufe gehen bei der Einsatzleitzentrale jedes Jahr ein. Das sind rund 270 Anrufe täglich.

Luzerner Polizei
So ist die Polizei etwa bei Verkehrsunfällen im Einsatz – so wie hier bei einem Unfall in Root am Dienstag.

So ist die Polizei etwa bei Verkehrsunfällen im Einsatz – so wie hier bei einem Unfall in Root am Dienstag.

Luzerner Polizei

Darum gehts 

  • Die Luzerner Polizei twittert am Freitag zwölf Stunden lang aus der Einsatzleitzentrale.

  • Damit will die Polizei zeigen, was das Korps an einem «gewöhnlichen» Freitag alles leistet.

  • Über die Einsätze informiert die Polizei unter Wahrung des Daten- und Persönlichkeitsschutzes.

Verkehrsunfälle, Einbrüche und Diebstähle, Raubüberfälle, Brände, Gewalttaten und viele weitere Einsätze leisten die Angehörigen der Polizeikorps in der Schweiz jeden Tag. Am Freitag will die Luzerner Polizei der Bevölkerung einen Einblick in die tägliche Arbeit des Korps geben: Von sieben Uhr bis 19 Uhr informiert die Polizei auf ihrem Twitter-Kanal deshalb während eines 12-Stunden-Marathons aus der Einsatzleitzentrale (ELZ).

Regelmässig informiert die Medienstelle der Polizei über Einsätze in Medienmitteilungen. Für den Twitter-Marathon hat man sich aufgrund mehrerer Anfragen entschieden: «Wir werden immer wieder gefragt, was alles bei uns eigentlich den ganzen Tag passiert», sagt Urs Wigger, Mediensprecher der Luzerner Polizei. Deshalb informiert die Polizei am Freitag auch über Einsätze, für die üblicherweise keine Medienmitteilungen versendet werden. Und Einsätze hat die Polizei viele: Jährlich gehen bei der ELZ nämlich rund 100’000 Anrufe ein. Das sind im Schnitt rund 270 Anrufe pro Tag.

Die Polizei twittert aber nicht bei jedem Einsatz einfach so drauflos: «Wir sind an das Amtsgeheimnis gebunden. Selbstverständlich wird der Daten- und Persönlichkeitsschutz gewährleistet.» Soll heissen: Die Polizei informiert anonymisiert über die Einsätze. Es werden also keine Namen genannt. Auch die Zielorte der Einsätze werden nicht veröffentlicht. So will die Polizei verhindern, dass beispielsweise Personen über Twitter erfahren, wenn Verwandte von einem Ereignis betroffen sind. Zudem wird die Medienstelle nicht bei jedem Einsatz sofort informieren. Wenn beispielsweise ein Täter nach einem Raubüberfall vom Tatort flieht, wird die Polizei dies nicht direkt vermelden, da ein Täter so via Twitter erfahren würde, dass ihm die Polizei auf den Fersen ist. 

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