Kanton Waadt: Polizei bestellt Hooligans während Match auf Posten
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Kanton WaadtPolizei bestellt Hooligans während Match auf Posten

Damit Risiko-Fans nicht mehr an Auswärtsspiele gehen, führt die Kantonspolizei Waadt eine Meldepflicht ein.

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fss
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Zwei Anhänger der beiden grossen Sportvereine in Lausanne müssen sich künftig bei Auswärtsspielen auf dem Polizeiposten melden.

Zwei Anhänger der beiden grossen Sportvereine in Lausanne müssen sich künftig bei Auswärtsspielen auf dem Polizeiposten melden.

Stephane Gerber
Damit soll verhindert werden, dass die Risikofans an die Spiele reisen.

Damit soll verhindert werden, dass die Risikofans an die Spiele reisen.

Pablo Gianinazzi
Sollte es nicht funktionieren, werden die Fans zukünftig während des gesamten Spiels auf dem Polizeiposten bleiben müssen.

Sollte es nicht funktionieren, werden die Fans zukünftig während des gesamten Spiels auf dem Polizeiposten bleiben müssen.

Keystone

Die Kantonspolizei Waadt trifft eine neue Massnahme, um gesperrte Hooligans an der Teilnahme an Auswärtsspielen zu hindern. Zwei Fans des Lausanne Hockey Clubs und Lausanne-Sport müssen sich an Auswärtsspieltagen auf dem Polizeirevier melden, wie die Zeitung «24 Heures» schreibt.

Bei den Hooligans handelt es sich um einen 19-jährigen Schweizer und einen 26-jährigen Italiener. Jean-Christophe Sauterel, Sprecher der Waadtländer Kantonspolizei, sagt: «Wir legen den Zeitpunkt fest, wann die Personen sich in unserem Büro melden müssen. Ziel ist es, zu verhindern, dass sie die Auswärtsspiele besuchen.» Bei Heimspielen ist diese Massnahme allerdings nichtig, da die Anreise deutlich kürzer ausfällt. Die Risiko-Fans könnten sich also bei der Polizei melden und danach doch noch ans Spiel reisen.

Hooligans müssen auf dem Polizeirevier bleiben

Im Rahmen des Hooligan-Konkordats hat die Polizei drei Möglichkeiten im Umgang mit gewaltbereiten Fans. Als Erstes gilt das Rayonverbot im Umkreis des Stadions. Die zweite Massnahme ist die Meldung auf dem Polizeirevier, wie es bei diesen Fans der Fall ist. Die letzte Möglichkeit: «Die Hooligans während des Spiels auf dem Polizeigelände halten», sagt Sauterel.

Zurzeit sind der Waadtländer Polizei 80 Risikofans bekannt. Das Problem: Eine Trennung im Fussball und Hockey gibt es kaum noch. «Zurzeit sehen wir die gleichen Leute im Hockey und Fussball.»

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