Amok-Drohung: Polizei bewachte Primarschulhaus
Aktualisiert

Amok-DrohungPolizei bewachte Primarschulhaus

Ein Schriftzug auf einer Schulhauswand in Wettswil kündigte für den gestrigen Tag einen Amoklauf an. Die Polizei war den ganzen Tag vor Ort.

von
David Torcasso

Angst im 4000-Seelen-Dorf Wettswil am Albis: «Amoklauf 12.1.2010» stand am Montagmorgen auf einer Aussenmauer des Primarschulhauses Mett­len. «Ich erschrak ziemlich, als ich die Sprayerei sah», sagt Schulpräsidentin Francesca Brignoli. Sie schaltete sofort die Polizei ein; der Schriftzug wurde entfernt. Noch am Montag informierte die Schulleitung die Eltern der rund 200 Schüler schriftlich über die Amokdrohung. «Experten der Kapo und die Schulleitung beschlossen nach einer umfassenden Lagebeurteilung, dass der Unterricht am nächsten Tag normal stattfinden könne», sagt Kapo-Sprecher Werner Benz. Allerdings wurde das Schulhaus am Dienstag von mehreren Polizisten überwacht. Es blieb den ganzen Tag ruhig.

Trotzdem zeigten sich viele Eltern besorgt über ein mögliches Blutbad und behielten ihre Kinder am Dienstag zu Hause. «Mehrere Dutzend Schüler sind nicht zum Unterricht erschienen», sagt Brignoli. Einige Eltern kamen gestern auf das Schulareal, um nach ihren Kindern zu sehen. Die Kapo wird ihre Sicherheitsmassnahmen auch in den nächsten Tagen weiterführen. Wer für die Amok-Drohung verantwortlich ist, war am Dienstag noch unklar.

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