Hausbesetzung : Polizei brach Türe auf – ehemaliges Kapo-Gebäude in Zürich wurde geräumt

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Hausbesetzung Polizei brach Türe auf – ehemaliges Kapo-Gebäude in Zürich wurde geräumt

In der Nacht auf Mittwoch drang das Besetzerkollektiv «Copacabana» in ein leer stehendes Gebäude im Kreis 4 ein. Die Polizei war umgehend mit einem Grossaufgebot vor Ort.

von
Anna Ehrensberger
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Immer häufiger kam es in der Vergangenheit zu Hausbesetzungen. Nun haben die Besetzerinnen und Besetzer an der Kasernenstrasse in Zürich wieder zugeschlagen. 

Immer häufiger kam es in der Vergangenheit zu Hausbesetzungen. Nun haben die Besetzerinnen und Besetzer an der Kasernenstrasse in Zürich wieder zugeschlagen. 

20min/Marco Zangger
Das Kollektiv «Copacabana» hat sich in der Nacht auf Mittwoch Zugang zum alten Bürogebäude der Kantonspolizei Zürich an der Kasernenstrasse im Zürcher Kreis 4 verschafft.

Das Kollektiv «Copacabana» hat sich in der Nacht auf Mittwoch Zugang zum alten Bürogebäude der Kantonspolizei Zürich an der Kasernenstrasse im Zürcher Kreis 4 verschafft.

20min/Ela Çelik
Doch die Besetzung währte nicht lange und die Polizei räumte die Liegenschaft am Mittwochmittag, weil der Kanton Zürich als Eigentümer einen Strafantrag wegen Hausfriedensbruchs gestellt hatte. 

Doch die Besetzung währte nicht lange und die Polizei räumte die Liegenschaft am Mittwochmittag, weil der Kanton Zürich als Eigentümer einen Strafantrag wegen Hausfriedensbruchs gestellt hatte. 

20min/Ela Çelik

Darum gehts

  • Vergangene Nacht besetzte das Kollektiv «Copacabana» ein ehemaliges Kapo-Zürich-Gebäude an der Kasernenstrasse. 

  • Das Kollektiv setzt sich nach eigenen Angaben für mehr bezahlbaren Wohnraum in der Stadt ein. 

  • Als die Polizei gegen Mittwochmittag das Gebäude räumte, hielten sich die Besetzerinnen und Besetzer nicht mehr in der Liegenschaft auf. 

In den vergangenen Monaten kam es in Zürich immer wieder zu Hausbesetzungen, so drangen linksautonome Aktivistinnen und Aktivisten etwa im Oktober in ein leer stehendes Gebäude in Wipkingen ein. Im November folgte eine Besetzung des EWZ-Gebäudes an der Wasserwerkstrasse und im Dezember quartierten sich die Aktivistinnen und Aktivisten in einer ehemaligen Backstube an der Weinbergstrasse ein. 

Nun haben die Hausbesetzerinnen und Hausbesetzer wieder zugeschlagen: Das Kollektiv «Copacabana» hat sich in der Nacht auf Mittwoch Zugang zum alten Bürogebäude der Kantonspolizei Zürich an der Kasernenstrasse im Zürcher Kreis 4 verschafft. «Seit Jahren entwickelt sich der Wohnungsmarkt zugunsten von Immobilienkonzernen und institutionellen Anlegerinnen und Anlegern», schreibt das Kollektiv in einer Mitteilung. Solange diese Missstände nicht überdacht würden, werde sich die Gruppierung den Wohnraum in der Stadt selbst erkämpfen. 

Polizei durchsuchte leeres Gebäude

Bereits nach kurzer Zeit fuhr die Stadtpolizei Zürich mit einem Grossaufgebot vor. Nach einem Ultimatum an die Besetzerinnen und Besetzer räumten Beamte die Liegenschaft, weil der Kanton Zürich als Eigentümer des Gebäudes einen Strafantrag wegen Hausfriedensbruchs stellte. Um in das Gebäude zu gelangen, mussten die Polizisten allerdings eine Türe aufbrechen, weil die Besetzerinnen und Besetzer die Schlösser verklebt hatten.  

«Die Voraussetzungen für eine Räumung waren aufgrund des Denkmalschutzes gegeben», sagt Judith Hödl, Medienchefin der Stadtpolizei Zürich. Kurz nach 11.30 Uhr habe die Polizei die Besetzerinnen und Besetzer zum Verlassen des Gebäudes aufgefordert. «Nach der gesetzten Frist betrat die Polizei das Gebäude und durchsuchte dieses. Im Innern der Liegenschaft wurden keine Personen angetroffen.»

Wie die Kommunikationsstelle des Kollektivs gegenüber 20 Minuten sagt, habe man das Gebäude noch vor Ablauf des Ultimatums bewusst verlassen, um die Anonymität zu wahren.   

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