Polizei-Brandstifter: Punker überrascht
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Polizei-Brandstifter: Punker überrascht

In der Punk-Szene ist man überrascht, dass einer aus den eigenen Reihen den Brandanschlag auf den Polizeiposten verübt haben soll.

Vor zwei Tagen teilte Untersuchungsrichter Beat Fehr mit, dass einer der Verdächtigen aus der Punk-Szene stamme. Bei den Punks kennt man den 21-jährigen K. «Dass er es war, haben wir erst erfahren, als er schon in U-Haft sass», erzählt eine als Mama bekannte 40-Jährige.

Auch der 18-jährige Seba ist überrascht: «Ich hätte nicht gedacht, dass K. so einen Scheiss macht, zumal er auf Bewährung ist.» Zum Erstaunen kommt aber auch Bewunderung: «Diese Respektlosigkeit ist genial – sie haben ja darauf geachtet, dass niemand zu Schaden kommt», sagt Seba.

Für die Punks war der Anschlag nur ein Strohfeuer. Der Unmut über das Polizeigesetz hat sich gelegt, die Lage ist heute entspannt. Diese Einschätzung teilt auch der Kommandant der St. Galler Stadtpolizei, Pius Valier: «Wir glauben, es war eine individuelle Aktion, die nicht aus der Szene heraus entstanden ist.»

Überrascht, dass es einer aus der Punkszene sei, zeigte sich Michael Sarbach von den Jungen Grünen: «Die Szene gilt als friedlich und politisch nicht sehr aktiv.»

(sas/feb)

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