Eskalation in Liestal BL - Polizei droht Hausbesetzerinnen wegen «haltloser Vorwürfe»
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Eskalation in Liestal BLPolizei droht Hausbesetzerinnen wegen «haltloser Vorwürfe»

Nachdem Hausbesetzerinnen der Polizei Amtsmissbrauch und sexuelle Belästigung vorgeworfen haben, kontert diese mit einem Videostatement, in der sie die Anschuldigungen als haltlos zurückweist.

von
Lukas Hausendorf

Adrian Gaugler, Sprecher der Polizei Basel-Landschaft, kontert die schweren Anschuldigungen, die fünf Hausbesetzerinnen gegen die Polizei erhoben haben.

Polizei BL

Darum gehts

  • Am Dienstag wurde in Liestal ein besetztes Haus von der Polizei geräumt, nachdem der Inhaber Anzeige erstattet hatte.

  • Dabei wurden fünf Besetzerinnen vorübergehend festgenommen. Diese erheben nun schwere Vorwürfe gegen die Polizei.

  • Die Polizei weist die Anschuldigungen jetzt entschieden zurück und droht den Aktivistinnen mit rechtlichen Schritten.

Amtmissbrauch, sexueller Belästigung und erniedrigenden Situationen seien sie durch die Polizei ausgesetzt gewesen, behaupten fünf junge Frauen, die am Dienstag in Liestal nach einer Hausbesetzung vorübergehend festgenommen worden waren. Die Baselbieter Polizei, die diese Anschuldigungen am Freitagmorgen noch «irritiert» zur Kenntnis genommen hat, kontert diese nun mit einem Videostatement, das sie am Freitagabend auf Facebook veröffentlichte.

Darin weist Polizeisprecher Adrian Gaugler «sämtliche Vorwürfe vehement zurück» und hälft fest: «Alle polizeilichen Tätigkeiten an diesen Frauen wurde durch Polizistinnen vorgenommen.» Ausserdem sei zu keinem Zeitpunkt ein Polizist allein mit einer der fünf Frauen in einem Raum gewesen. Ausserdem seien bis jetzt weder bei der Polizei noch bei der Staatsanwaltschaft entsprechende Anzeigen eingegangen.

Die Polizei Basel-Landschaft kehrt den Spiess nun um und droht den Aktivistinnen mit rechtlichen Schritten, sollten diese ihrerseits weiterhin solche «haltlosen Anschuldigungen» verbreiten.

Ein Kollektiv, das mit «Gegen Verdrängung Liestal» zeichnete, hatte diese Vorwürfe am Donnerstag in einem Schreiben an die Medien erhoben. Darin wurde auch angekündigt, dass sie in einem Video in den folgenden Tagen genauer auf die «inakzeptablen Geschehnisse» eingehen würden.

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