Interlaken: Polizei droht mit Töff-Verbot
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InterlakenPolizei droht mit Töff-Verbot

Das Polizeiinspektorat in Interlaken setzt seit einiger Zeit auf auffällige Plakate. Offizielle Signalisationen würden der Bevölkerung zu wenig auffallen.

von
rc
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Das neuste Plakat ist im Internet ziemlich umstritten. Die einen stören sich an der subtilen Drohung, die anderen finden es gut, dass die Polizei nicht direkt ein Verbot ausstellt.

Das neuste Plakat ist im Internet ziemlich umstritten. Die einen stören sich an der subtilen Drohung, die anderen finden es gut, dass die Polizei nicht direkt ein Verbot ausstellt.

Polizeiinspektorat Interlaken
Mit einem ungewöhnlichen Plakat versucht die Polizei auch, Falschparkierer vom Car-Parkplatz an der Bahnhofstrasse in Interlaken fernzuhalten. Mit Erfolg, wie Polizeiinspektor Hans Peter Bühlmann erklärt.

Mit einem ungewöhnlichen Plakat versucht die Polizei auch, Falschparkierer vom Car-Parkplatz an der Bahnhofstrasse in Interlaken fernzuhalten. Mit Erfolg, wie Polizeiinspektor Hans Peter Bühlmann erklärt.

Polizeiinspektorat Interlaken
Erlaubt sind nur Cars, die Leute ein- oder aussteigen lassen.

Erlaubt sind nur Cars, die Leute ein- oder aussteigen lassen.

Polizeiinspektorat Interlaken

Das Polizeiinspektorat in Interlaken hat eine besondere Art gefunden, Verkehrsteilnehmer auf geltende Regeln hinzuweisen:

«Fahrt leise, sonst kommt hier bald ein Töffverbot!» Solche direkten Plakate in Interlakens Innenstadt fallen einem direkt ins Auge. Und dass soll auch so sein, denn: «Offizielle Signalisationen fallen der Bevölkerung zu wenig auf, deswegen setzen wir gezielt auf etwas direktere und persönlichere Plakate und ermahnen die Menschen auf diese Weise ihre Vernunft einzusetzen», sagt Hans Peter Bühlmann vom Polizeiinspektorat Interlaken.

So sind im ganzen Oberländer Städtchen solche Schilder aufgestellt. Falschparkierern an der Bahnhofstrasse wird dabei Folgendes verkündet: «Nicht parken auf diesem Platz! Nicht nur kurz. Nicht nur eine Minute. Nicht mal eben. Gar nicht!!! Noch einmal: Dies ist wirklich kein PW-Parkplatz!»

Kontrovers diskutiert

Die neusten Plakate werden auf Social-Media-Plattformen, wie zum Beispiel in der Facebook-Gruppe «Du bisch vom Bödeli, wenn ...», kontrovers diskutiert. Eine Facebook-Nutzerin aus der Region schreibt beispielsweise: «Mehr als Verbote kennt der Verkehr in Interlaken auch nicht ... Einfach nur zum Kopfschütteln.» Andere hingegen sind von der humorvollen Art der Interlakner Polizei begeistert:« Die Polizisten in Interlaken haben immerhin noch Humor. Ich finde die Plakate äusserst kreativ und witzig.»

Fest steht, dass die Plakate für das Polizeiinspektorat ein Erfolg sind: «Wir sind mit den Ergebnissen sehr zufrieden», sagt Bühlmann im Gespräch mit 20 Minuten. Ob ein Töffverbot tatsächlich durchgesetzt werden muss, ist laut Bühlmann noch nicht klar: «Das Plakat häng erst seit Montag. Wir erhielten viele Lärmklagen. Jetzt warten wir ab und schauen, wie es sich entwickelt.»

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