Aktualisiert 14.09.2018 12:17

Vor 17 Jahren verschwunden

Polizei durchsucht Häuser im Mordfall Peggy

Neue Spur im Fall des 2001 verschwundenen Mädchens aus Bayern. Ermittler haben in Peggys Heimatort eine Razzia durchgeführt und einen Mann vernommen.

In dem seit Jahren für Rätselraten sorgenden Mordfall Peggy hat die Polizei in Franken neue Verdachtsmomente gegen einen 41 Jahre alten Mann. Dieser sei nach Durchsuchungen an verschiedenen Örtlichkeiten in Peggys Heimatort Lichtenberg und weiteren Objekten im Landkreis Wunsiedel polizeilich vernommen worden, teilten das Polizeipräsidium Oberfranken und die Staatsanwaltschaft Bayreuth am Donnerstag mit. Im Anschluss an die Vernehmung sei der Mann aber entlassen worden.

Zum Inhalt der Aussage wurden keine Angaben gemacht. Die neuen Verdachtsmomente ergaben sich den Ermittlern zufolge aus dem Fund der sterblichen Überreste des seit 2001 vermissten Mädchens im Jahr 2016.

Die wissenschaftlichen Untersuchungen des am Fundort entdeckten Spurenmaterials hätten Verdachtsmomente gegen den 41-Jährigen ergeben, die durch weitere Ermittlungsschritte untermauert worden seien.

Vermeintlicher Täter freigesprochen

Die damals neun Jahre alte Peggy war im Jahr 2001 spurlos verschwunden, 2016 entdeckte ein Pilzesammler ihre sterblichen Überreste.

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Peggy K. verschwand am 7. Mai 2001 spurlos. Die damals Neunjährige war auf dem Heimweg von der Schule im oberfränkischen Lichtenberg.

Peggy K. verschwand am 7. Mai 2001 spurlos. Die damals Neunjährige war auf dem Heimweg von der Schule im oberfränkischen Lichtenberg.

Keystone
Mehr als 15 Jahre später dann die traurige Gewissheit: Die Leiche der kleinen Peggy ist gefunden. Absperrband der Polizei am Rande eines Waldstücks, in dem ein Pilzsammler ihr Skelett entdeckt hatte.

Mehr als 15 Jahre später dann die traurige Gewissheit: Die Leiche der kleinen Peggy ist gefunden. Absperrband der Polizei am Rande eines Waldstücks, in dem ein Pilzsammler ihr Skelett entdeckt hatte.

kein Anbieter/EPA/Bodo Schackow
Polizeiwagen erreichen am 4. Juli den Fundort des Skeletts in einem Waldgebiet in Thüringen. Die Knochenteile werden zunächst gerichtsmedizinisch untersucht.

Polizeiwagen erreichen am 4. Juli den Fundort des Skeletts in einem Waldgebiet in Thüringen. Die Knochenteile werden zunächst gerichtsmedizinisch untersucht.

kein Anbieter/EPA/Bodo Schackow

2004 und damit lange vor dem Fund der sterblichen Überreste war ein geistig behinderter Mann aus Lichtenberg wegen Mordes an dem Mädchen zu einer lebenslangen Haft verurteilt worden; in einem Aufsehen erregenden Wiederaufnahmeverfahren wurde er aber zehn Jahre später freigesprochen.

Peggys Heimatort Lichtenberg, eine der kleinsten Städte Deutschlands.

(afp)

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