Basel: Polizei bekämpft Schlägereien mit Scheinwerfern
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BaselPolizei bekämpft Schlägereien mit Scheinwerfern

Erstmals war die Basler Kantonspolizei diesen Sommer mit Licht und viel Personal am Gewalt-Hotspot Kleinbasler Rheinufer präsent. Nach 1900 Personenkontrollen fällt die Bilanz positiv aus.

von
Lukas Hausendorf

Werner Hauser, Leiter des Einsatzzugs der Kantonspolizei, bilanziert die Schwerpunktaktion am Rheinbord.

JSD Basel-Stadt

Darum gehts

  • Basel ist seit Jahren überproportional von Gewaltdelikten betroffen.
  • Die Polizei bekämpft Gewalttaten durch gezielte Präsenz an Hotspots.
  • Eine Schwerpunktaktion von Ende Juli bis Anfang Oktober am Kleinbasler Rheinufer war erfolgreich.

Basel hat ein Problem mit Gewaltdelikten. Seit Jahren belegt die Stadt den Schweizer Spitzenplatz, obwohl die Polizei ihre Anstrengungen zur Bekämpfung von Gewaltdelikten sichtlich und spürbar verstärkt hat. In diesem Sommer wurde erstmals eine Schwerpunktaktion am Kleinbasler Rheinufer mit einer mobilen Beleuchtung durchgeführt. Zwischen 31. Juli und 4. Oktober war die Polizei jeweils am Wochenende in den Abend- und Nachtstunden in Zivil und Uniform permanent präsent.

Nach gut zwei Monaten und 1900 Personenkontrollen fällt die Bilanz positiv aus. «Wenn etwas vorgefallen war, waren wir schnell zur Stelle», sagt Toprak Yerguz, Sprecher des Basler Justiz- und Sicherheitsdepartements. «Wir konnten auch einiges verhindern», sagt Werner Hauser, Leiter des Einsatzzugs der Kantonspolizei (siehe Video).

Wie und ob sich die Aktion in der Kriminalstatistik niederschlägt, ist noch unklar. Diese wird im kommenden Frühling wieder publiziert. Ein Vergleich mit Vorjahren sei dieses Jahr wohl ohnehin schwierig. «Es war zwar ein schöner Sommer, aber aufgrund von Corona war alles etwas anders als gewohnt», so Yerguz. So sei etwa an anderen einschlägigen Hotspots wie dem Theater- und dem Claraplatz deutlich weniger los gewesen.

18 Platzverweise und präventive Ansprachen

Am Rheinbord wurden präventiv Personen angesprochen, «die durch ihr Verhalten die öffentliche Sicherheit und Ordnung störten und gefährdeten», wie es in der Mitteilung des Justiz- und Sicherheitsdepartements vom Montag heisst. In 18 Fällen wurden Platzverweise ausgesprochen. Bei der Rheinberme oberhalb der Kaserne, eine Örtlichkeit mit erhöhtem Konfliktpotenzial, wurde der Platz zudem mit einer mobilen Anlage beleuchtet.

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