Giftattacke: Polizei ermittelt gegen Hundevergifter

Aktualisiert

GiftattackePolizei ermittelt gegen Hundevergifter

Vergiftete Cervelats an der Thur versetzen Hündeler in Angst und Schrecken: Nicht zum ersten Mal schlug ein Hundehasser zu. Der Weg an der Thur ist für viele jetzt tabu. Inzwischen hat die Polizei Ermittlungen aufgenommen.

von
Annette Hirschberg

Seit am vergangenen Donnerstag ein Hund einen mit Rattengift gefüllten Cervelat gefressen hat (20 Minuten Online berichtete), liegen bei den Hundehaltern in der Region Untertoggenburg die Nerven blank: Der Weg an der Thur wird inzwischen ganz gemieden, aber auch in anderen Gegenden wird der Hund kaum noch von der Leine gelassen. «Ich habe einen jungen Hund, der erkundet noch alles und frisst immer wieder mal. Ich habe wirklich Angst und lasse ihn nicht mehr frei», sagt Martin S.* aus Henau (SG). Auch Carmen R.* aus Henau geht kein Risiko mehr ein: «Die Thur ist tabu und ich passe immer wahnsinnig auf.»

Geht ein Hundehasser um?

Gemäss den Hundehaltern kommen solche Giftattacken immer wieder vor. «Es sind in der Region deswegen auch schon Hunde kläglich verendet», sagt Evelyn Bernet aus Münchwilen (TG). Hundebesitzerin Carmen R.* glaubt darum, dass ein Hundehasser in der Region umgeht. «Er streut immer wieder an anderen Orten vergiftete Köder.» Artur Fraefel, Präsident des Kynologischen Vereins Untertoggenburg, glaubt nicht an einen Einzeltäter. «Es gibt immer mehr Spinner, die so feige Sachen machen», sagt er.

Kantonspolizei ermittelt gegen Unbekannt

Ernst nimmt den Fall auch die Kantonspolizei St. Gallen. «Würste mit Rattengift auslegen ist Tierquälerei und darum ein Offizialdelikt. Wir ermitteln gegen Unbekannt», sagt Kaposprecher Hans Eggenberger. Von weiteren Vergiftungsfällen hat die Polizei bisher keine Kenntnis.

*Name der Redaktion bekannt

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