Aktualisiert 25.12.2007 14:29

Polizei erschiesst depressiven Mann

Ein Spezialeinsatzkommando der deutschen Polizei hat im südhessischen Heppenheim an Heiligabend einen offenbar psychisch kranken Mann erschossen.

Der 66-Jährige hatte sich in seiner Wohnung über Stunden verbarrikadiert, mit einem Blutbad gedroht und die Beamten schliesslich mit Messern bedroht, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Beim Zugriff wurde der Mann getroffen, er starb noch in seiner Wohnung. Die Beamten sprachen von Notwehr. Der Mann galt den Angaben zufolge als depressiv und war in psychiatrischer Behandlung. Das Landeskriminalamt übernahm die Ermittlungen.

Familienangehörige hatten die Polizei bereits gegen 15.30 Uhr gerufen. Zunächst war von einer hilflosen Person die Rede. Als die Beamten bei der Wohnung eintrafen, reagierte der Mann nicht. Mit Hilfe der Feuerwehr wurde die Tür geöffnet. Der Mann verbarrikadierte sich in seiner Küche und drohte zunächst, aus dem Fenster zu springen und dann, ein Blutbad anzurichten, wenn die Polizei nicht seine Wohnung verlassen würde. Daraufhin wurde ein Spezialeinsatzkommando und eine Verhandlungsgruppe geholt.

Auch sie konnten den Mann nicht überzeugen, aufzugeben. Gegen 23.45 Uhr erfolgte der Zugriff. In der Wohnung wurden die Beamten massiv mit Messern angegriffen, wie es in der Mitteilung hiess. Dabei kam es zum Schusswaffengebrauch. Der 66-jährige Heppenheimer erlag am Tatort seinen Verletzungen.

Eine Familientragödie ereignete sich in Bad Kreuznach: Ein Mann schoss an Heiligabend seine von ihm getrennt lebende Frau und ihren neuen Freund nieder. Die 38-Jährige erlitt leichte Verletzungen, ihr 40-jähriger Lebensgefährte wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht, wie die Polizei in Mainz mitteilte. Die Tat ereignete sich am Montag gegen 13.00 Uhr vor einem Einkaufsmarkt. Der 42 Jahre alte Verdächtige war am Dienstag noch auf der Flucht. (dapd)

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