Nach Probefahrt : Polizei erwischt Schweizer Autodieb – dank Ortung
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Nach Probefahrt Polizei erwischt Schweizer Autodieb – dank Ortung

Ein Schweizer (47) hat ein Auto für eine Probefahrt abgeholt – er hat es aber nicht zurückgebracht. Die Polizei konnte das Diebesgut allerdings orten.

von
num
Bei diesem Autohaus in Deutschland holte der Schweizer einen Volvo ab und brachte ihn nicht mehr zurück.

Bei diesem Autohaus in Deutschland holte der Schweizer einen Volvo ab und brachte ihn nicht mehr zurück.

Kein Anbieter/weishaupt-wiesmann.de

Ein Schweizer interessierte sich bei einem Autohaus in Meckenbeuren (D) für einen weissen Volvo XC 60 und fragte für eine Probefahrt an. Vergangenen Donnerstag tauchte er auf, legte Führerschein und Pass vor, liess diesen kopieren, und vereinbarte einen Termin für Freitag.

Da holte er den Volvo ab – und tauchte zur ausgemachten Zeit nicht wieder auf, wie der Autohaus-Inhaber Markus Weishaupt der «Schwäbischen Zeitung» erzählt. «Es war das erste Mal, dass uns so etwas passiert ist», sagt Weishaupt.

Dieb legte Pass vor

Der Mann habe sich ganz normal verhalten. Auch an seinem Führerschein und Ausweis, den der 47-Jährige zur Sicherheit vorgelegt hatte, schien nichts ungewöhnlich zu sein. Ob der Mann wirklich so heisse, wie auf seinen Papieren stehe, wisse er nicht. Zumindest hätten Aussehen und Passfoto übereingestimmt.

Was der Autodieb nicht bedachte: Das 70'000 Euro teure Auto besitzt ein Ortungssystem. Die Polizei konnte es schliesslich am Wochenende in einer Tiefgarage in Düsseldorf orten.

Weiteres Auto gestohlen

Der Schweizer hatte Aufkleber und Nummernschilder entfernt. Die Polizei verhaftete den Mann am Montag in Düsseldorf. Da kam aus: Der Mann war bereits mit einem gestohlenen VW aus der Schweiz zum Autohaus nach Deutschland gefahren.

Dieses hatte er offenbar ebenfalls nach einer Probefahrt nicht zurückgebracht. Das Autohaus aus der Schweiz musste nach Deutschland fahren, um das gestohlene Fahrzeug abzuholen.

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