SC Cham – SC Kriens: Polizei fasst zwei Petarden-Zündler
Aktualisiert

SC Cham – SC KriensPolizei fasst zwei Petarden-Zündler

Nachdem Fussballchaoten beim Spiel SC Cham – SC Kriens vom Samstag Petarden gezündet hatten, konnte die Zuger Polizei zwei von ihnen ermitteln. Es gibt jedoch noch weitere Verdächtige.

Am Promotion-League-Spiel SC Cham gegen SC Kriens wurden Petarden abgefackelt.

Am Promotion-League-Spiel SC Cham gegen SC Kriens wurden Petarden abgefackelt.

Screenshot football.ch/mycujoo.tv

Zwei Männer im Alter von 22 und 24 Jahren sind geständig, während des 1.-Liga-Fussballspiels zwischen dem SC Cham und dem SC Kriens am vergangenen Samstag Petarden gezündet zu haben. Die Zuger Polizei konnte die beiden aufgrund von Einvernahmen und nach der Auswertung von Bildmaterial ermitteln. Sie werden bei der Staatsanwaltschaft angezeigt. Ihnen droht eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe.

Die beiden Männer gaben an, wenige Tage vor dem Spiel gezielt rund ein Dutzend pyrotechnische Gegenstände gekauft und diese am Samstagabend im Gästesektor des SC Kriens abgebrannt zu haben. Einer der beiden erklärte, als Sympathisant des Luzerner Vereins am Match gewesen zu sein, wie die Zuger Strafverfolgungsbehörden mitteilen.

Trotz dieses ersten Ermittlungserfolges hat die Zuger Polizei ihre Arbeit noch nicht abgeschlossen: Nach bisherigem Kenntnisstand seien weitere Personen dringend verdächtig, an der Petardenaktion beteiligt gewesen zu sein, heisst es in der Mitteilung. Zudem ist noch ungeklärt, wer die Werbebanden im Stadion beschädigt hat.

765 Zuschauer hatten das Zentralschweizer Derby verfolgt. Das Heimteam gewann dank zwei frühen Treffern mit 2:0. Die Petardenzünder im Gästesektor flohen nach einem Gerangel mit einigen SC-Kriens-Anhängern vor Spielende aus dem Stadion.

Die Zuger Polizei kontrollierte in der Folge den Fancar des SC Kriens. Dabei konnten «alle Insassen als Täterschaft ausgeschlossen werden», heisst es in der Mitteilung. «Allerdings haben die Einsatzkräfte im Fahrzeug kleinere Mengen an Betäubungsmitteln gefunden, die von den Besitzern vor Beginn der Personenkontrollen weggeworfen wurden.» (sda)

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