Mord im Rausch?: Polizei findet Steroide in Pistorius' Haus
Aktualisiert

Mord im Rausch?Polizei findet Steroide in Pistorius' Haus

Oscar Pistorius könnte unter Einfluss von Steroiden gestanden haben, als er seine Freundin tötete. Die Polizei untersucht ihn nun auf illegale Stoffe, die auch aggressiv machen können.

von
pwe

Im Falle des berühmten Paralympics-Sportlers, der seine Freundin in der Nacht vom 14. Februar 2013 getötet haben soll, kommt es täglich zu neuen Indizien und Vermutungen. So heisst es nun, bei der Tat könnten illegale Steroide im Spiel gewesen sein.

Eine Anschuldigung, die auch an der sportlichen Reputation des Blade Runners kratzt. Die britische Boulevardzeitung «The Sun» zitiert eine Quelle, die den polizeilichen Untersuchungen nahestehen soll, folgendermassen: «Es wurden Steroide in Pistorius' Haus gefunden. Zudem gab es Anzeichen von starkem Alkoholkonsum. Aus diesem Grund hat die Polizei angeordnet, dass Pistorius auf Steroide getestet werden soll.» Der südafrikanische Paralympics-Sportler Oscar Pistorius ist angeklagt, am Valentinstag seine 29-jährige Freundin Reeva Steenkamp getötet zu haben.

Auch die britische «Daily Mail» bezieht sich auf solche Quellen, nach denen die Steroide auch einen Einfluss auf Pistorius' Aggressionsverhalten hätten haben können: «Die Polizei untersucht, ob Pistorius seine Freundin in einem sogenannten Steroiden-Rausch getötet hat – einer Aggressions-Explosion, die durch leistungssteigernde Steroide verursacht wurde.»

Wettkämpfe abgesagt

Derweilen versucht sich die Familie des getöteten Models in Trauerarbeit: «Wir verspüren keinen Hass auf Pistorius», sagt etwa der Vater der Freundin gegenüber «Mail on Sunday». Die Mutter drückt den Wunsch nach Antworten aus und sagte: «Sie hatte so viel zu geben und nun ist alles verloren.»

Pistorius' Agent teilte am Sonntag ausserdem mit, dass alle geplanten Rennen abgesagt worden seien. Es gehe nun in erster Linie darum, den 26-jährigen Athleten gegen die ernsten Beschuldigungen zu verteidigen. Die vertraglichen Vereinbarungen blieben aber bestehen.

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