Autoposer in Deutschland - Polizei geht in Dortmund gegen «Blech Tinder» vor
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Autoposer in DeutschlandPolizei geht in Dortmund gegen «Blech Tinder» vor

In Nordrhein-Westfahlen hat die Polizei in der Nacht auf Sonntag eine Strasse um die Innenstadt abgeriegelt. Grund dafür sind Autoposer.

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Blech-Tinder oder Polizeimagnet? Beamte kontrollieren in Deutschland ein Auto.

Blech-Tinder oder Polizeimagnet? Beamte kontrollieren in Deutschland ein Auto.

Uwe Anspach/dpa
Auch in der Schweiz sind Autoposer verbreitet.

Auch in der Schweiz sind Autoposer verbreitet.

Urs Jaudas
In Dortmund wurden mehrere Fahrzeuge sichergestellt.

In Dortmund wurden mehrere Fahrzeuge sichergestellt.

Urs Jaudas

Darum gehts

  • In Dortmund geht die Polizei gegen Autoposer vor.

  • Zuletzt sei dort das Phänomen des «Blech Tinder» aufgekommen.

  • Junge Menschen verabreden sich dabei an Ampeln in der Innenstadt, um trotz Corona-Restriktionen Kontakte zu haben.

In Dortmund, Nordrhein-​Westfalen, geht die Polizei vermehrt gegen das Autoposer-Phänomen «Blech Tinder» vor. Das schreibt die «Bild Zeitung», die am vergangenen Samstag ein Reporterteam vor Ort hatte. Laut dem Boulevardblatt haben die Treffen von jungen Menschen in protzigen Karossen seit dem Lockdown in der Dortmunder Innenstadt deutlich zugenommen.

Laut Herbert Reul, dem Innenminister von Nordrhein-​Westfalen von der Regierungspartei CDU, spielt sich ein Grossteil des Geschehens auf dem sogenannten Wall ab, einer mehrspurigen Strasse, die die Innenstadt umkreist. «Junge Leute kommen viel zu einfach an viel zu dicke Autos», sagt er zur «Bild». «Dann haben sie wegen Corona momentan nichts Anderes, wollen aus dem Wall eine Eventmeile machen. Und belästigen dabei Anwohner und gefährden andere Verkehrsteilnehmer.» Er begleite deshalb den Polizeieinsatz und setze sich dafür ein, dass die Polizei konsequent handle.

Besonders ins Auge gefasst hat die Polizei ein Phänomen namens «Spotten». Junge Männer und Frauen würden in sozialen Netzwerken oder direkt an der Ampel Treffen vereinbaren. «Leider gehören für diese Gruppe auch dauerndes Hupen, Beschleunigen mit quietschenden Reifen und illegale Rennen dazu», sagt Polizeirätin Stephanie Lutzemann.

Insgesamt soll die Polizei, die nun stark gegen das nächtliche Treiben vorgeht, in der Nacht auf Sonntag in Dortmund 450 Personen kontrolliert haben. Die Wall sei dafür komplett gesperrt worden, schreibt die «Bild». Dabei seien 181 Geschwindigkeitsübertretungen und 13 Anzeigen wegen Verstössen gegen die Corona-Bestimmungen ausgesprochen worden. Zudem seien drei Fahrzeuge mit technischen Mängeln sichergestellt worden.

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(nsa)

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