Aktualisiert 17.08.2011 18:53

Ab ins MuseumPolizei gibt legendäres «Autöffli» frei

Das Autöffli ist gerettet: Der Jugendstaatsanwalt hat das Gefährt an ein Museum verkauft. Der Automech-Lehrling Sebastian Küttel muss die Busse nicht bezahlen. Und ist trotzdem ein bisschen traurig.

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Das Autöffli von Sebastian Küttel (links) steht nun im Töffmuseum Lütisburg. Museums-Betreiber Marcel Büchler ist stolz auf sein neustes Gefährt.

Das Autöffli von Sebastian Küttel (links) steht nun im Töffmuseum Lütisburg. Museums-Betreiber Marcel Büchler ist stolz auf sein neustes Gefährt.

20 Minuten
Doch noch ein Happyend: Das «Autöffli» wird in unverändertem Zustand ins Töfflimuseum Lütisburg transportiert, wo es ab sofort besichtigt werden kann.

Doch noch ein Happyend: Das «Autöffli» wird in unverändertem Zustand ins Töfflimuseum Lütisburg transportiert, wo es ab sofort besichtigt werden kann.

Kapo St. Gallen
Nicht schlecht staunten die Beamten der Kapo St. Gallen, als ihnen am 17. Juni 2011 dieses Gefährt in Jonschwil in die Hände fiel.

Nicht schlecht staunten die Beamten der Kapo St. Gallen, als ihnen am 17. Juni 2011 dieses Gefährt in Jonschwil in die Hände fiel.

Automech-Lehrling Sebastian Küttel kann aufatmen: Sein Autöffli ist am Mittwoch ins Töffmuseum Lütisburg überstellt worden. Der Jugendstaatsanwalt hat das Gefährt für 693 Franken an das Museum verkauft. Küttel kann mit dem Erlös seine Busse und die Verfahrenskosten bezahlen. «Ich finde es sehr schade, dass ich mein Autöffli weggeben muss. Aber es ist nun an einem guten Ort aufgehoben», sagt Küttel zu 20 Minuten Online.

Auf offener Strasse gestoppt

Der 17-jährige Küttel hatte mit seinem originellen Gefährt - halb Moped, halb Auto - Aufsehen erregt. Er war damit am 17. Juni in Jonschwil mit knapp 25 km/h auf einer Strasse gefahren und von der Polizei gestoppt worden.

Weil der junge Konstrukteur weder einen Fahr- noch einen Fahrzeugausweis für sein selbstgebautes «Autöffli» besass, wurde er mit 120 Franken gebüsst. Zudem musste er für einen Monat den Moped-Führerschein und den Lernfahrausweis für Kleinmotorräder abgeben.

«Schön schräg - aber legal»

«Nullsummenspiel»

Die Busse hat für den 17-Jährigen nun keinen Eintrag ins Strafregister zur Folge. Die Busse und die Verfahrenskosten - insgesamt 693 Franken - muss der Lehrling nicht bezahlen. Die Jugendanwaltschaft verkaufte das Auto-Töffli nämlich für exakt diese 693 Franken an ein Töfflimuseum im toggenburgischen Lütisburg.

Damit sind die Busse und die Verfahrenskosten gedeckt. Der 17- Jährige Küttel und seine Eltern seien mit dem «Nullsummenspiel» einverstanden, heisst es. Das originelle Gefährt wurde am Mittwoch in unverändertem Zustand nach Lütisburg gebracht. Dort kann es nun im Töffli-Museum besichtigt werden.

(am/sda)

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