Rätsel vom Hallwilersee: Polizei glaubt trotz Wels-Theorie an den Kaiman
Aktualisiert

Rätsel vom HallwilerseePolizei glaubt trotz Wels-Theorie an den Kaiman

Im Hallwilersee wurde ein grosser Wels mit einem Vogel im Bauch gefangen – ist es der Kaiman, der dort gesichtet worden sein soll? Die Polizei geht nicht davon aus.

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mme/gwa
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Ein Kaiman (Bild) soll sich im Hallwilersee herumtreiben – hiess es Mitte Juli in einer von der Kantonspolizei Aargau veröffentlichten Mitteilung. Ein Fischer habe das Reptil gesehen.

Ein Kaiman (Bild) soll sich im Hallwilersee herumtreiben – hiess es Mitte Juli in einer von der Kantonspolizei Aargau veröffentlichten Mitteilung. Ein Fischer habe das Reptil gesehen.

Wikipedia/ Francisco Peralta Torrejon
Möglicherweise war es kein Kaiman, sondern ein Wels, wie die Sonntagszeitung berichtet.

Möglicherweise war es kein Kaiman, sondern ein Wels, wie die Sonntagszeitung berichtet.

iStock/Weltreisendertj
Nur wenige Tage nach der Kaiman-Sichtung soll ein Fischer den Wels gefangen haben. Im Bauch des Fisches fand der Fischer einen Haubentaucher.

Nur wenige Tage nach der Kaiman-Sichtung soll ein Fischer den Wels gefangen haben. Im Bauch des Fisches fand der Fischer einen Haubentaucher.

Ausriss Sonntagszeitung

«Kaiman reisst Ente im Hallwilersee»: Solche Schlagzeilen sorgten im Juli in der Schweiz für Aufsehen, nachdem die Kantonspolizei Aargau mitteilte, ein Fischer habe glaubhaft geschildert, wie das Reptil nach einer Jungente geschnappt habe. Die Polizei ging davon aus, dass jemand den Kaiman ausgesetzt haben muss.

Nun berichtet die Sonntagszeitung, dass der Kaiman wohl kein Reptil, sondern ein Fisch sei: Wenige Tage nach der Mitteilung der Polizei habe ein Fischer einen grossen Wels aus dem Wasser gezogen, der einen Haubentaucher im Magen hatte.

Polizei gibt noch keine Entwarnung

Die Kantonspolizei Aargau geht indes weiter davon aus, dass sich im Hallwilersee ein Kaiman herumtreiben könnte. «Der Fall ist noch nicht abgeschlossen und die Ermittlungen dazu laufen weiter», sagt Mediensprecher Roland Pfister von der Kantonspolizei Aargau.

«Aufgrund der verschiedenen Meldungen gehen wir noch immer davon aus, dass ein Kaiman im Hallwilersee ausgesetzt worden sein könnte», so Pfister. So sei die Polizei weiterhin daran, private Reptilienhaltungen zu überprüfen. So soll geklärt werden, ob ein privater Halter das Tier ausgesetzt hat. Die Bevölkerung solle zudem weiterhin wachsam sein: Wer das Tier sieht, soll sich umgehend bei der Polizei melden.

Die Behörden hätten selbstverständlich Interesse daran, das Tier zu finden. Ob dies jemals gelingen wird, ist unklar: «Es kann sein, dass diese Frage niemals geklärt werden wird», sagt Pfister.

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