Aktualisiert 21.01.2016 10:17

Münchner Einfamilienhaus

Polizei gräbt nach getötetem Studenten

Ein 30-jähriger Mann verschwindet auf einmal spurlos. Jetzt hat die Polizei ein Haus gestürmt und mit Grabungen im Garten begonnen. Denn hier vermutet sie die Leiche des Studenten.

von
gux

Er lebt mit seiner jüngeren Freundin zusammen in einem alten Einfamilienhaus in Haar bei München. Doch dann verschwindet der 30-jährige Student 2010 auf einmal spurlos. Obgleich seine Eltern die Polizei verständigen, unternimmt diese nicht viel. Es habe, so teilte diese jetzt mit, damals Hinweise gegeben, dass der junge Mann ins Ausland zu einer neuen Freundin gezogen sei. Nichts habe auf ein Verbrechen hingedeutet.

Mittlerweile sind die Beamten zu einem anderen Schluss gekommen: Nachdem bei der Mordkommission neue Hinweise eingegangen sind, verdächtigten die Ermittler die mittlerweile 31-jährige Pädagogikstudentin, ihren Freund umgebracht und im Garten des Hauses vergraben zu haben. Ihr heutiger Freund soll ihr damals dabei geholfen haben.

Leiche in Plastiksack

Die neusten Hinweise müssen eindeutig gewesen sein: Am Mittwoch stürmten Beamte das Anwesen der Frau und begannen mit den Grabungen im Garten. Gemäss «Süddeutscher Zeitung» haben die beiden Beschuldigten den Experten der Spurensicherung die Stelle gezeigt, wo der Getötete vergraben sein soll. Offenbar wurde man fündig: Die Polizei sei auf einen Plastiksack gestossen, in den die Leiche eingewickelt sein soll, berichten deutsche Medien. Der Gegenstand wird heute Donnerstag vollständig ausgegraben und in der Rechtsmedizin obduziert.

Das Tatmotiv ist nicht bekannt. Gegen die 31-jährige Frau hat die Staatsanwaltschaft München einen Haftbefehl wegen Mordes erlassen. Ihr Freund (33) wurde ebenfalls festgenommen, obgleich er an der Tötung nicht beteiligt gewesen sein soll. Am Nachmittag sollen beide dem Ermittlungsrichter vorgeführt werden.

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