Polizei-Grosseinsatz gegen Hells Angels
Aktualisiert

Polizei-Grosseinsatz gegen Hells Angels

300 Beamte standen in der Nacht auf gestern bei der Grossrazzia gegen die Hells Angels im Einsatz. Zahlreiche Personen wurden verhaftet sowie Motorräder und Autos und unzählige Akten beschlagnahmt.

«Eine Polizeiaktion in diesem Ausmass gegen die Hells Angels gab es in der Schweiz noch nie», sagte Guido Balmer, Sprecher des Bundesamtes für Polizei (BAP). Bei der Grossrazzia, die in Zürich sowie im Aargau, in Solothurn und in der Waadt stattfand, wurden mehrere Personen wegen Verdachts auf Beteiligung an einer kriminellen Organisation verhaftet, die den Zweck verfolge, Gewaltverbrechen zu begehen. Auch wurden bei den unter der Leitung der Bundesanwaltschaft stattfindenden Aktionen Hausdurchsuchungen vorgenommen und massenweise Material sichergestellt. Weitere Angaben wollte das BAP im Hinblick auf den künftigen Verlauf des Verfahrens nicht machen. Der Anwalt der Hells Angels sagte jedoch gegenüber Radio DRS, dass 10 bis 15 Personen verhaftet und 5 bis 6 von ihnen wieder freigelassen worden seien.

«Die Beamten haben alle Motorräder und Autos von Hells-Angels-Mitgliedern beschlagnahmt», sagte ein Augenzeuge der Razzia. Zudem seien Dokumente aus den Stammlokalen der Motorrad-Gang mitgenommen worden. «Sogar die T-Shirts im Hells-Angels-Shop wurden gezählt», so der Augenzeuge weiter.

In der Schweiz waren die Hells Angels vor allem in den 80er-Jahren wegen Zuhälterei in die Schlagzeilen geraten.

Cornelia Stauffer

Deine Meinung