Wil-Stadion verunstaltet: Polizei hat elf Verdächtige festgenommen
Aktualisiert

Wil-Stadion verunstaltetPolizei hat elf Verdächtige festgenommen

Nach einem Farbanschlag auf das Stadion des FC Wil sitzen elf FC-St.Gallen-Fans in U-Haft. Nach weiteren Verdächtigen wird noch gefahndet. Die Fans verrieten sich mit Videos auf ihren Handys.

von
amc
Markierung fremden Terrains: Das Stadion des FC Wil wurde am 20. September von Fans des FC St. Gallen verunstaltet.

Markierung fremden Terrains: Das Stadion des FC Wil wurde am 20. September von Fans des FC St. Gallen verunstaltet.

Die Übeltäter, welche den Farbanschlag auf das Stadion des FC Wil durchführten, sind teilweise überführt: Wie die Staatsanwaltschaft St. Gallen und die Kantonspolizei mitteilen, sind bis am Freitag dreizehn Personen verhaftet worden. Elf davon sitzen noch in Haft. Sie werden beschuldigt in der Nacht vom 19. auf den 20. September 2011 mit Farbkübeln, Farbrollern und Spraydosen das Fussballstadion Bergholz verunstaltet zu haben.

Wie es in der Mitteilung heisst, haben die Ermittlungen ergeben, «dass eine Gruppierung extremistischer FC-St.Gallen-Fans von 19 bis 20 Personen mit vier Fahrzeugen gegen 01 Uhr des 20.08.2011 von St. Gallen Kreuzbleiche zum Stadion Bergholz in Wil gefahren sind.» Dort haben sich die vier Fahrer sowie eine weitere Person in der Umgebung verteilt, um die umliegenden Strassen zu überwachen, während die übrigen Personen durch ein nicht verschlossenes Tor in das Stadion eingedrungen sind und es verunstalteten. Die Tat fand am Abend vor der Challenge-League-Partie zwischen dem FC Wil und dem FC St. Gallen statt.

U-Haft wegen Verdunkelungsgefahr

In U-Haft bleiben die Verdächtigen, weil «nur wenige der verhafteten Personen» ihre Teilnahme eingestanden haben. Die Staatsanwaltschaft sieht unter diesen Umständen eine Verdunkelungsgefahr und hat Haftanträge gegen die verdächtigen Personen gestellt.

Die ersten FCSG-Fans waren verhaftet worden, nachdem sie in der Nacht der Tat aus noch unbekannten Gründen zum Stadion zurück gekehrt waren, wo sie von privaten Sicherheitsleuten aufgegriffen wurden. «Auf ihren Handys waren SMS gespeichert, die im Zusammenhang mit den Sprayereien vom Samstag stehen», sagt Wil-Sprecher Patrick Bitzer damals. Geht es nach dem FC Wil sollen die Chaoten für die Reinigungskosten von 4000 Franken aufkommen.

Deine Meinung