Belohnung erhöht: Polizei hat erste Hinweise zum Katzenhasser
Aktualisiert

Belohnung erhöhtPolizei hat erste Hinweise zum Katzenhasser

In Buttikon SZ werden wiederholt ersäufte Katzen abgelegt. 20-Minuten-Leser setzten eine Belohnung aus. Nun hat die Polizei erste Ansätze.

von
num

Bruno Förderreuther (57) fand immer wieder tote Tiere an einer Kreuzung in Buttikon, in der Nähe einer Schule und direkt neben einem Bach. Über ein Dutzend Tiere wurde ersäuft und vor einem Verteilerkasten an der Strasse zur Schau gestellt. Förderreuther: «Das ist doch krank.»

Die Polizei konnte wenig ausrichten. Man sei auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen, da man keinerlei Anhaltspunkte zur Täterschaft habe, sagte vergangene Woche ein Sprecher der Kantonspolizei Schwyz. Das hat sich mittlerweile geändert: Es seien «mehrere Hinweise» eingegangen, bestätigt Sprecher David Mynall. Diesen Meldungen werde nun nachgegangen.

Grund für die plötzliche Hilfe aus der Bevölkerung: eine 20-Minuten-Leserin. Sie hatte eine Belohnung von 4000 Franken ausgesetzt. Mit dem Geld soll der Hinweis honoriert werden, der zur Ergreifung des Täters führt.

Belohnung erhöht

Leser Peter Fischer legt noch 1000 Franken Belohnung obendrauf. «Solche Leute müssen gestoppt werden», sagt er. «Vielleicht bewegt das Geld jemanden dazu, auszupacken.» Es könne sein, dass der Täter mit seinen scheusslichen Taten geprahlt habe. «Jetzt könnte ein Mitwisser den Mund aufmachen.» Und Leser R. D.* steuert weitere 300 Franken dazu. «Als ich Teenager war, wurde mein Hund vergiftet. Der Fall erinnerte mich daran. Ich will, dass derjenige gestoppt wird», sagt er. Zwei weitere Leser unterstützen die Suche nach dem Tierquälter mit je 300 Franken. Damit steigt die Belohnungssumme auf knapp 6000 Franken.

Seit dem Engagement von Bruno Förderreuther und seiner Lebenspartnerin sind keine weiteren Tiere mehr abgelegt worden. «Wir fahren zweimal am Tag bei der Stelle durch, das würden wir sofort bemerken.» Er hoffe nun, dass die Polizei den entscheidenden Hinweis erhalten habe.

Förderreuther ist nicht der Einzige, der die abgelegten Kadaver entdeckte. Ein Schüler der gegenüberliegenden Oberstufe schrieb: «Habe schon ein paar tote Katzen dort gesehen auf dem Weg zur Schule und ich dachte mir, dass da was faul ist.»

*Name der Redaktion bekannt.

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