Delsberg JU: Polizei hat Täter aus Gewalt-Video identifiziert
Aktualisiert

Delsberg JUPolizei hat Täter aus Gewalt-Video identifiziert

Ein Video, das zeigt, wie ein junger Mann einen anderen angreift, löste einen rassistischen Shitstorm aus. Jetzt hat die Polizei den Täter ermittelt.

von
lüs
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In einem 50 Sekunden langen Video ist eine Auseinandersetzung am Bahnhof Delsberg JU vom 10. Oktober festgehalten. Ein dunkelhäutiger Jugendlicher greift einem Kontrahenten erst an den Hals ...

In einem 50 Sekunden langen Video ist eine Auseinandersetzung am Bahnhof Delsberg JU vom 10. Oktober festgehalten. Ein dunkelhäutiger Jugendlicher greift einem Kontrahenten erst an den Hals ...

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... und wirft ihn dann zu Boden. Die Szene wird von anderen Jugendlichen gefilmt, keiner der Beteiligten schreitet ein.

... und wirft ihn dann zu Boden. Die Szene wird von anderen Jugendlichen gefilmt, keiner der Beteiligten schreitet ein.

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Als der angegriffene Jugendliche wieder aufsteht, stösst ihn der Angreifer wieder um.

Als der angegriffene Jugendliche wieder aufsteht, stösst ihn der Angreifer wieder um.

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Die empörte Mutter des Opfers stellte das Video ins Netz: Es zeigt, wie ein junger Mann einen anderen am Bahnhof Delsberg körperlich attackiert. Unter anderem hebt er ihn in die Luft und wirft ihn brutal zu Boden.

Weil der Angreifer dunkelhäutig ist, entfesselte sich daraufhin in den sozialen Medien ein rassistischer Shitstorm. Die jurassische Polizei wandte sich Mitte Woche an die Öffentlichkeit: Sie forderte die Bevölkerung dazu auf, das Video nicht mehr zu teilen und rassistische Äusserungen zu unterlassen. Andernfalls werde sie die Urheber verzeigen.

Die Beteiligten wurden ausfindig gemacht

Dass die Polizei jedoch nichts dazu sagte, ob auch der Täter mit Konsequenzen zu rechnen hat, brachte ihr ihrerseits Kritik in den sozialen Medien ein. Nun hat sie darauf reagiert, indem sie sich erneut an die Öffentlichkeit wandte: Man habe sich mit dem Fall befasst. Man habe Ermittlungen aufgenommen, und die beiden Beteiligten seien identifiziert, teilte die jurassische Polizei am Freitag mit.

Das Dossier liege nun in den Händen der Strafverfolgungsbehörden, die die nötigen rechtlichen Schritte unternehmen würden. Aus Gründen der Beweisaufnahme habe man sich nicht früher zu der Angelegenheit äussern können. Weitere Angaben – etwa zum Alter sowie der Nationalität von Angreifer und Opfer – macht die Polizei nicht.

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